Jahresmitgliederversammlung

Jahresmitgliederversammlung 2019 - Im Zeichen der zukünftigen Herausforderungen

Etwa 80 Gäste folgten der diesjährigen Einladung des Vorstands zur Jahresmitgliederversammlung der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V., darunter viele altgediente Verkehrswächter der ersten Stunde. Präsident Heiner Bartling eröffnete den offiziellen Teil der Versammlung im Hotel Wienecke Hannover traditionell mit der Begrüßung der Gäste darunter: Frau Dr. Anja-Katharina Huemer von der Technischen Universität Braunschweig, als Referentin des Impulsvortrags, und Herr Stephan Manke, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport.

In seinem Grußwort dankte Staatssekretär Manke den Verkehrswachten für ihre herausragende ehrenamtliche Arbeit. Er lobte die gute Aufstellung und Zusammenarbeit von Verkehrswachten, Polizei und Politik bei Aktionen wie „Tippen tötet“, „Rettungsgasse“ oder den Aktionstagen auf niedersächsischen Autobahnen. „Diesen Themen will ich mich weiterhin widmen, als Staatssekretär, Verkehrsteilnehmer und Familienvater“, so Staatssekretär Manke am Ende seines Grußwortes.

In einer kleinen Fragerunde befragte Roman Mölling, Pressesprecher der Landesverkehrswacht, Herrn Manke nach dem Zustand der Verkehrssicherheit in Niedersachsen, zur „Section Control“ und nach Anregungen für zukünftige gemeinsame Aktionen. Als Fazit stellte der Staatssekretär fest: „Das Thema Ablenkung wird uns weiterhin beschäftigen, auch Elektrokleinstfahrzeuge. Wir müssen weiterhin allen Verkehrsteilnehmern gerecht werden“.

Sehr lebendig und anschaulich behandelte Frau Dr. Huemer von der TU Braunschweig das Thema „Menschliches Verhalten bei Unfällen“. Sie stellte provokativ die Frage: „Menschen rennen bei rot auf die Straße. Radfahrer haben Kopfhörer im Ohr. Autofahrer führen neben dem Fahren bis zu acht zusätzliche Tätigkeiten aus, darunter sogar Körperpflege. Warum machen die Menschen das?“ Die Antwort lautet: Weil Menschen permanent auf Fehlerkorrekturkurs sind und daraus lernen: Es passiert nie etwas, es geht gut aus. Ein Autounfall mit Personenschaden passiert statistisch erst nach 2,8 mio. gefahrenen Kilometern.

Auch Frau Dr. Huemer stellte sich einer Fragerunde. Sie wolle die ehrenamtliche Arbeit der Verkehrswachten mit ihren Forschungsergebnissen unterstützen. Einen Führerschein für Radfahrer konnte sie nicht klar empfehlen. „Radfahren ist toll, gerade weil es nicht so viele Regelungen gibt. Menschen sollten nicht vom Radfahren abgehalten werden, auch wegen der Klimaziele“, empfahl Frau Dr. Huemer.
Nach Abschluss des öffentlichen Teils leitete Präsident Heiner Bartling zum internen, nicht öffentlichen Teil der Veranstaltung über, mit Gedenken an Verstorbene und den Ehrungen für verdiente Mitglieder. Viele Teilnehmer erkannten einen Teil ihrer Arbeit im Bericht zu den Aktivitäten des Verbandes 2018 sowie im anschließenden Bericht des Jugendvorstands wieder.

In den anschließenden Wahlen wurde der Vorstand in der bestehenden Zusammensetzung einstimmig bestätigt. Der Ehrenrat wurde en bloc gewählt und bekam mit Heidrun Möbius (VW Braunschweig) und Klaus Krumfuß (VW Alfeld) zwei neue Mitglieder. Auch die Gebietsbeauftragten und ihre Stellvertreter wurden im Amt bestätigt. Als Rechnungsprüfer wurden Dr. Schröter und Herr Kleene gewählt.

Als Termin für die nächste Jahresmitgliederversammlung wurde der 16. Mai 2020 festgelegt.

Jahresbericht 2018 der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V.

Jahresmitgliederversammlung 2018

Etwa 100 Mitglieder und Delegierte aus den niedersächsischen Orts- und Kreisverkehrswachten kamen zur diesjährigen Mitgliederversammlung der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V., die am 5. Mai 2018 im Hotel Wienecke XI. in Hannover stattfand.

Die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck würdigte in ihrem Grußwort das Engagement der Verkehrswachten in der Region Hannover und sicherte weiterhin die Unterstützung durch die Region Hannover zu.

Dr. Berend Lindner, Staatssekretär aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, benannte in seinem Grußwort die Verbesserung der Verkehrssicherheit als ein großes gemeinsames Thema der Politik und der Verkehrswachten in Niedersachsen. Planungsbeschleunigung und ein verbessertes Baustellenmanagement für besser fließenden Verkehr und weniger Staus seien zentrale Kernanliegen der Landesregierung. Außerdem unterstütze sie die Einführung eines Modellprojektes „Begleitetes Fahren ab 16 Jahren“. Die Zeit, in der junge Menschen in Begleitung Autofahren, solle verlängert werden, ohne den Zeitpunkt des alleinigen Fahrens mit 18 Jahren vorzuziehen. Herr Dr. Lindner bedankte sich bei den Orts- und Kreisverkehrswachten Niedersachsens ausdrücklich für ihr Engagement für die gemeinsame Sache.

Im Anschluss an sein Grußwort stand er LVW-Pressesprecher Roman Mölling für einige weiterführende Fragen zur Verfügung. Eines der Themen in diesem Interview waren Lkw-Unfälle in Niedersachsen, zum einen Abbiegeunfälle und zum anderen Auffahrunfälle auf Autobahnen. Herr Dr. Lindner betonte in seiner Antwort auf die Frage, wie sich derartige Unfälle verhindern ließen, die Notwendigkeit einer Verbesserung der Notbremssysteme und Abbiegeassistenten in Lkw. Die Landesregierung setze sich dafür ein.

Im Anschluss an die Grußworte zeichnete LVW-Präsident Heiner Bartling Johannes Fuhr und Hajo Reershemius für ihre Arbeit in der Verkehrswacht aus. Johannes Fuhr erhielt das Ehrenzeichen der LVW in Silber für sein großes Engagement als erster Vorsitzender der Verkehrswacht Bremervörde-Zeven. Als stellvertretender Gebietsbeauftragter sei er den Verkehrswachten im Gebiet Lüneburg-West mit seiner Fachkompetenz stets eine große Hilfe, betonte Bartling in seiner Laudatio. Hajo Reershemius, Vorsitzender der Verkehrswacht Norden und Gebietsbeauftragter Weser-Ems Nord, wurde mit Ehrenzeichen der LVW in Gold geehrt. Reershemius engagiert sich seit über 40 Jahren in der Verkehrswacht, gehört seit vielen Jahren dem Vorstand an und ist 2016 zum ersten Vorsitzenden gewählt worden – und ist auch auf Landesebene als Gebietsbeauftragter stets eine große Hilfe, so Bartling.

Nach weiteren Regularien wie dem Geschäftsbericht, dem Bericht des Landesjugendverbandes sowie dem Haushaltsabschluss 2017 und dem Bericht der Rechnungsprüfer schloss die Veranstaltung mit der Festlegung des Termins für die Jahresmitgliederversammlung 2019 auf den 18. Mai 2019 in Hannover und der einstimmigen Entlastung des Vorstandes.

Jahresmitgliederversammlung 2017

„Quo vadis Verkehrssicherheit“

Knapp 100 Mitglieder und Delegierte kamen kürzlich zur turnusgemäßen Jahresmitgliederversammlung der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. nach Hannover im Parkhotel Kronsberg zusammen.

Erstmals wurde die Jahresmitgliederversammlung zweigeteilt. Im ersten – öffentlichen – Teil, nutzte unter anderem auch die Stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz ihren Besuch bei der Landesverkehrswacht zu einem Grußwort. Hier würdigte sie die Leistungen der örtlichen Verkehrswachten innerhalb der Region Hannover des vergangenen Jahres.

Diesjähriger Gastredner war, Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), der mit seinem Vortrag „Quo Vadis Verkehrssicherheit“ begeisterte.

Zu fast allen Verkehrsteilnehmergruppen brachte er neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Statistiken mit, die die lokalen Verkehrswachten auch zum Teil als Handlungsempfehlung für ihre Arbeit vor Ort mitnehmen konnten.

So stellte eine Studie unter anderem fest, dass Motorradfahrer im überwiegenden Teil selbstverantwortlich für Verkehrsunfälle ist. Brockmann plädierte hier sogar als eine präventive Maßnahme für zweijährige verpflichtende Motorrad-Sicherheitstrainings.

Beim Thema Baumunfälle liegt Niedersachsen trotz neuer Kampagnen immer noch am Ende der Unfallbilanz. Auch hier müsse man über neue und verschärfende Maßnahmen diskutieren.

Bei den Fahrradfahrern geraten immer mehr die E-Biker in den Focus des Verkehrsunfallgeschehens. Zur Diskussion stehen hier mittlerweile auch die Helmpflicht, ein Kennzeichen sowie eine damit verbundene Haftpflichtversicherung.

Zur erfolgreichen Kampagne „Tippen tötet“ der Landesverkehrswacht hatte Brockmann ebenso eine Studie mit im Gepäck, die aber noch nicht fertig ausgewertet ist. Anstehende Änderungen in der Straßenverkehrsordnung zum Thema Handy am Steuer sieht Brockmann kritisch, weil nicht praktikabel in der Verfolgung. Aber auch andere Ablenkungen müssten zunehmend beleuchtet werden. Brockmann gratulierte der Landesverkehrswacht ausdrücklich zu dem niedersächsischen Programm Fit-im-Auto, dem aus seiner Sicht zurzeit „bestem Angebot für Senioren“.

Überraschungsgast Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V., verabschiedete mit einer beeindruckenden Laudatio Landesverkehrswachts-Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Schultze. Schultze, langjähriger Präsident und Vizepräsident wurde mit der Ehrennadel der Deutschen Verkehrswacht in Gold ausgezeichnet ist direkt im Anschluss auf Antrag des Landesverkehrswacht-Präsidenten Heiner Bartling als Ehrenpräsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. einstimmig ernannt worden.

Auch Karl-Heinz Niebuhr (Ressort Verkehrsaufklärung, Verkehrswacht Uelzen) und Hans Szypulski (Sprecher der Gebietsbeauftragten, Verkehrswacht Georgsmarienhütte) schieden aus ihren Vorstandsämtern aus und wurden wie auch Franz Kleene (Verkehrswacht Lingen) für Ihre Verdienste geehrt.

Der zweite Teil der Jahresmitgliederversammlung war dann den Delegierten vorbehalten, die die weiteren Tagesordnungspunkte gemäß der Verbandssatzung behandelten.

Wichtiger Punkt der Tagesordnung war dabei die Wahl zum Geschäftsführenden Vorstand gem. § 10 der Satzung:

Dabei wurde Präsident Heiner Bartling wiedergewählt. Neuer Vizepräsident ist Dr. Erwin Petersen, Mitglied der Geschäftsführung i. R. WABCO GmbH, der seit 2007 dem Geschäftsführenden Vorstand angehört. Neu in den Geschäftsführenden Vorstand für das Ressort Verkehrstechnik wurde Wilhelm Lindenberg, Vorstand Betrieb und Personal der ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe, gewählt.

Als Nachfolger von Hans Szypulski wurde Winfried Reimann, Polizeidirektor a. D., Verkehrswacht Rotenburg (Wümme), als neuer Sprecher der Gebietsbeauftragten gewählt.

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