Tippen tötet

Die Erfolgskampagne geht in die nächste Runde! "Tippen tötet" sensibilisiert Personen jeder Altersgruppe dafür, dass das Tippen auf dem Smartphone während der Fahrt eine große, gar tödliche Ablenkung darstellt. - Finger weg vom Handy! -

TIPPEN TÖTET – LANDESINITIATIVE UNFALLURSACHE ABLENKUNG
LANDESVERKEHRSWACHT NIEDERSACHSEN SETZT DIE ERFOLGSKAMPAGNE FORT

Das Thema Ablenkung im Straßenverkehr ist und bleibt ein wichtiges Themenfeld der nächsten Jahre. Unaufmerksamkeit durch Nebentätigkeiten während der Fahrt, wie das Bedienen des Navigationsgerätes oder der Blick auf das Handy/Smartphone, spielen zunehmend eine Rolle bei Unfällen. Polizei und Innenministerium sind davon überzeugt, dass immer häufiger Ablenkung als Unfallursache in Frage kommt, etwa wenn der Fahrer statt auf die Straße auf sein Handy/Smartphone schaut.

Immer mehr tippende und anderweitig abgelenkte Autofahrer, immer mehr Unfälle: Bereits seit Mai 2014 macht die Landesverkehrswacht Niedersachsen mit der Kampagne „Tippen tötet“ auf die Problematik aufmerksam.

Zwar lässt sich der Erfolg nicht in direkt gesenkten Unfallzahlen messen, eine hohe Aufmerksamkeit hat die Kampagne „Tippen tötet“ allerdings erzielt. Die Initiatoren zeigen sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Aktion, sie haben erreicht, dass sich andere Bundesländer und Länder der Kampagne anschlossen.

Die Initiative, die über die Gefahren bei der Nutzung von Mobilfunkgeräten oder anderen elektronischen Geräten, vorrangig beim Führen von Kraftfahrzeugen, aufklären und sensibilisieren soll, wurde so zu einer Erfolgskampagne.

KETTCAR-PARCOURS ZUM THEMA „ABLENKUNG“

Wie gefährlich das Tippen am Steuer ist, erlebten Jugendliche auf einem Kettcar-Parcours erstmalig auf der Ideen Expo 2015. Hier hat die Landesverkehrswacht Niedersachsen das Thema Sicherheit „erfahrbar“ gemacht.

Gemeinsam mit ExxonMobil machte die Landesverkehrswacht Niedersachen eindrucksvoll auf die Problematik der Nutzung des Handys/Smartphones im Straßenverkehr aufmerksam: Die Jugendlichen konnten hautnah testen, wie schwierig es ist, ein Kettcar sicher zu lenken, während sie gleichzeitig ein Handy/Smartphone benutzen. Viele erkannten auf Anhieb, welche schlimmen Folgen das Verhalten im echten Verkehrsgeschehen hätte. Genau das war das Ziel dieser Aktion!

Die Idee der praktischen Umsetzung der Kampagne „Tippen tötet“ fand großen Anklang. Einige Verkehrswachten haben in Eigeninitiative Parcours zusammengestellt und in ihrer Verkehrssicherheitsarbeit vor Ort eingesetzt. Die Teilnehmer und Besucher werden durch den besonderen Parcours noch einmal mehr für das Thema sensibilisiert. Um dieses allen interessierten Verkehrswachten zu ermöglichen, stellt die Landesverkehrswacht Niedersachsen seit letztem Jahr Verkehrswachten Kettcar-Parcours zur Verfügung.

KETTCAR-PARCOURS ZUM THEMA „TIPPEN TÖTET“

  • Mit dem Kettcar-Parcours zum Thema „Ablenkung“ können die Verkehrswachten in Niedersachsen auf die Problematik der Nutzung der Handys/Smartphones im Straßenverkehr aufmerksam machen.
  • Die Jugendlichen können hautnah testen, wie schwierig es ist, ein Kettcar sicher zu lenken, während sie gleichzeitig ein Handy/Smartphone benutzen.
  • Aufgabe ist es, die Zahlen auf den nummerierten Pylonen während der Fahrt ins Handy/Smartphone einzugeben und am Ende zu addieren. Dabei kann auch die Fahrzeit gemessen werden.
  • „Es ist total schwierig, sich auf zwei Sachen gleichzeitig zu konzentrieren“, berichten die Jugendlichen. Die meisten erkennen sofort, welche schlimmen Folgen das Verhalten im echten Verkehrsgeschehen hätte – genau das ist das Ziel!
  • Nur durch eigenes Erleben ist die Gefahr der Unaufmerksamkeit, und sei es auch nur für Sekunden, greifbar und die Folgen sichtbar.
  • Auch die auffälligen Plakate „Wusstest du, dass…?“, die den Parcours säumen, ziehen mit ihren überraschenden Antworten zum Thema „Tippen am Steuer“ die Aufmerksamkeit der Teilnehmer an.
  • Mit dieser Kampagne wird genau die richtige Ansprache der jungen Generation getroffen.

So klar wie die Botschaft, so einfach und eindeutig ist das Herzstück der Kampagne: ein Piktogramm, das in SMS-Sprache darstellt, dass Autofahren und gleichzeitiges Tippen auf dem Handy oder Smartphone unglücklich machen.

LÄNDERÜBERGREIFENDE VERKEHRSSICHERHEITSAKTION
"TIPPEN TÖTET" AUCH AUF DER IAA NUTZFAHRZEUGE

Am 20. September beteiligte sich Niedersachsen an der ersten länderübergreifenden Aktion „sicher.mobil.leben“ zum Thema Ablenkung.

Insgesamt 770 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte waren in ganz Niedersachsen an 240 Messorten im Einsatz, um insbesondere auf Ablenkung im Straßenverkehr wie Handy/Smartphone am Steuer oder Fahrradfahren mit Kopfhörern auf den Ohren zu achten.

Bereits im Vorfeld der Aktion wurde vielerorts seitens der Polizei, der Landesverkehrswacht Niedersachsen und der Verkehrswachten vor Ort gemeinsam mit ihren Partnern verstärkt auf die Gefahren der Nutzung von Handys/Smartphones und anderer elektronischer Geräte im Straßenverkehr hingewiesen. Im Rahmen der landesweiten Verkehrsicherheits-Kampagne „Tippen tötet“ wird unter der verantwortlichen Koordination durch die Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. bereits seit 2014 immer wieder über die Gefahren der Ablenkung informiert und um vermehrte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr geworben. Die Landesverkehrswacht stellte hierzu zahlreiches Material zur Verfügung: 800 DIN A 1 Plakate, 150 Spannbänder und 30.000 Sandwichcards.

Auch die Fachaussteller und Besucher der IAA Nutzfahrzeuge standen am Donnerstag, den 20. September im Blickpunkt der Aufklärung. Landesverkehrswacht und Polizei wurden dabei am Haupteingang Messe-Nord durch den Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) und dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (GVN) unterstützt.

Kontakt

Roswitha Bothe

Leitung: Verkehrssicherheitskampagnen

Tel.: 0511-35 77 26 85

Fax: 0511-35 77 26 82

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