Thema des Monats

weitere interessante Informationen finden Sie unter der Rubrik:

Gefahren für Auto- und Motorradfahrer im Herbst und Winter

Licht

Die dunkle Jahreszeit kommt wieder. Die Tage werden kürzer und es ist höchste Zeit die Beleuchtung an den Fahrzeugen zu überprüfen. Kostenlose Lichtests werden im Oktober vom ADAC und vielen Werkstätten angeboten. Diese Überprüfungen und eventuelle Einstellungen dienen der eigenen Sicherheit wie auch anderen Verkehrsteilnehmern.

Wer bei Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen außerhalb geschlossener Ortschaften am Tage nicht mit Abblendlicht fährt, kann mit einem Bußgeld von 40,00 Euro belangt werden.

Nebel

Bei Sichtweiten unter 50 Metern erlaubt der Gesetzgeber eine Geschwindigkeit von nur 50 km/h – auch auf Autobahnen. Der Abstand zwischen den Leitpfosten beträgt auf Landstraße, Bundesstraßen und Autobahnen 50 Meter. Bei einer Sicht von unter 50 Metern darf die Nebelleuchte eingeschaltet werden und auch bei starkem Nebel. Ansonsten droht ein Bußgeld von 15,00 Euro.

Wildunfälle

Mehr als 200.000 Wildunfälle werden bei den Versicherungen gemeldet. Durch die abgeernteten Felder kommt es in den Morgen- und Abendstunden zu Wildwechsel. Die Tiere finden nicht mehr genug Schutz und überqueren auf der Flucht in die schützenden Wälder. Hier gilt: mit Weitsicht fahren, Fuß vom Gas und bremsbereit sein.

Wenn es trotzdem zu einem Unfall kommt ist die Unfallstelle zu sichern, die Polizei muß informiert werden (auch wenn das Tier geflüchtet ist), wichtig ist eine Bescheinigung von der Polizei über den Wildunfall – sonst zahlt evtl. nicht die Versicherung. Angefahrene Tier nicht berühren, sie könnten auskeilen oder Krankheiten übertragen; auf keinen Fall darf das getötete Wild mitgenommen werden, dieses ist strafbar und gilt als Wilderei.

Reifen

Die Reifen sollten besonders jetzt überprüft werden. Bei abgefahrenen Reifen droht bei Nässe Aquaplaning. Auf Nummer sicher geht, wer Sommerreifen ab zwei und Winterreifen bei 4 Millimeter Profiltiefe ersetzt.

Rutschgefahr

Besonders im Herbst ist sie eine oft unterschätzte Gefahr bei Nässe, Laub, Fallobst oder Ackerschmutz. Auch morgens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist mit Glättebildung zu rechnen.  Hier gilt vorausschauend fahren und Fuß vom Gas.

Wildunfälle

Im Herbst und im Frühjahr ist die Gefahr von Wildwechsel besonders groß. Autofahrer sollten entlang von Wald- und Feldrändern besonders vorsichtig fahren.

Grundsätzlich muss zu jeder Tages und Nachtzeit mit Wildwechsel gerechnet werden. Viele Tiere, zum Beispiel Rehe, sind vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung besonders aktiv. Wo das Verkehrszeichen „Wildwechsel“ steht ist das Risiko besonders hoch.

Generell gilt bei Wild auf der Straße: abblenden, abbremsen und hupen. Bei grellem Scheinwerferlicht verharren die Tiere meist regungslos. Auch wenn das Tier die Fahrbahn verlassen hat, sollten Autofahrer nur langsam weiterfahren. Wildtiere leben oft in Gruppen, sodass plötzlich noch Nachzügler auftauchen können. Wenn sich die Kollision nicht vermeiden lässt empfiehlt sich ein kontrollierter Aufprall. Autofahrer sollten dann das Lenkrad gut festhalten, geradeaus fahren und dabei mit maximaler Kraft bremsen. Wer ausweicht, gefährdet den Gegenverkehr bzw. riskiert einen Unfall.

Nach Wildunfällen sollten Autofahrer das Warnblinklicht einschalten, eine Warnweste anziehen und die Unfallstelle mit einem Warndreieck sichern. Wenn Personen verletzt wurden, müssen Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden. In jedem Fall sollte die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden. Auch wenn kein sichtbarer Schaden entstanden ist, muss aus Tierschutzgründen die Polizei oder der Jäger benachrichtigt werden um das verletztes Wild aufzuspüren und es gegebenenfalls von seinem Leiden erlösen.

Rettungsgasse rettet Leben

Die Verkehrssicherheitskampagne „Rettungsgasse“ wurde im Juni 2019 in Garbsen an der A 2 vorgestellt. Beteiligt waren das Niedersächsische Innenministerium mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, die Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V., der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, die Johanniter Unfall-Hilfe e.V. sowie die Polizei Niedersachsen.

Es gilt also bei einem Stau: Alle Fahrzeuge auf der linken Spur ordnen sich möglichst weit links ein, alle anderen fahren nach rechts. Der Seitenstreifen muss freigehalten werden.

hier video: "Rettungsgasse bei Staubildung"

hier noch ein video: "Rettungsgasse richtig bilden - Kurzinfo"

Ab 01. Januar 2020 traten Veränderungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO) u.a. in Bezug auf das Bilden von einer Rettungsgasse in Kraft.

Wer sich nicht daran hält bei einem Stau den Rettungskräften und der Polizei Platz zu machen, kassiert neben zwei Punkten in Flensburg ein Bußgeld in Höhe von 200,00 Euro sowie einen Monat Fahrverbot. Insbesondere diejenigen, die eine Rettungsgasse für sich nutzen und durchfahren, müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 240,00 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem einmonatlichen Fahrverbot rechnen.

 

 

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Mit Ihrem Besuch auf www.landesverkehrswacht.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.