Ratgeber

Die Promillegrenze gilt auch für Fahrradfahrer

Die Sonnenstrahlen des Sommers locken stets mehrere Mengen Besucher in die Biergärten. Viele von ihnen fahren bewusst mit dem Fahrrad dorthin, um nicht mit Promille hinter dem Steuer eines Kraftfahrzeuges erwischt zu werden. Doch auch für Fahrradfahrer gilt eine Grenze. Diese liegt bei einem Blutalkoholspiegel von 1,6 Promille. Wer diese überschreitet, macht sich strafbar. Fällt der Radler beispielsweise durch Fahren in Schlangenlinien auf, genügt auch schon ein geringerer Blutalkoholwert, um den Führerschein zu gefährden. In der Folge kann sogar eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet werden. Dann ist nicht nur der Autoführerschein weg, unter Umständen darf dann auch das Fahrrad im öffentlichen Straßenverkehr nicht mehr benutzt werden.

Tagfahrlicht

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) weist darauf hin, dass das Tagfahrlicht, das mittlerweile von immer mehr Herstellern angeboten wird, bei Einbruch der Dämmerung keine Alternative zum Abblendlicht ist. Was der Fahrer selbst nicht merkt – bei eingeschaltetem Tagfahrlicht bleibt das Rücklicht ausgeschaltet. Das Fahrzeug ist also im Dunkeln und bei der Dämmerung von hinten nur unzureichend beleuchtet. Auch die Verteilung des Lichts ist beim Tagfahrlicht lediglich darauf ausgelegt, den entgegenkommenden Verkehr auf das Fahrzeug aufmerksam zu machen - nicht aber die Fahrbahn auszuleuchten. Daher bleibt es weiterhin unerlässlich, das Abblendlicht einzuschalten sobald es dämmert. Auf der sicheren Seite ist man mit Lichtsensoren, die bei nachlassendem Licht automatisch umschalten – diese dürften lauf DVR in Zukunft für Neuzulassungen verbindlich werden.

Link: ADAC - Lichtpflicht am Tag

Fahrradbeleuchtung - wie viel muss sein

Wie für die Beleuchtung von Autos gibt es in der Straßenverkehrs-Zulassung-Ordnung auch für Fahrräder klare Vorschriften. Ein weißer Frontscheinwerfer und ein rotes Rücklicht sind Pflicht, ebenso ein Dynamo zur Stromversorgung. Das gilt auch für Radler, die Batterieleuchten nutzen. Denn den Batterien könnte unterwegs der Saft ausgehen. Einzige Ausnahme sind Rennräder mit einem Gewicht bis zu elf Kilogramm. Standlicht am Fahrrad ist kein Muss. Vorgeschrieben sind dagegen als passive Beleuchtungselemente ein weißer Fronreflektor, der in den Scheinwerfer integriert sein darf, ein roter Reflektor hinten. Gelbe Pedalrückstrahler sowie gelbe Speichenreflektoren vorn und hinten. Verkehrssicher ist laut Gesetz ein Fahrrad nur dann, wenn alle Bauteile der Beleuchtung das deutsche Prüfzeichen tragen das an einer Zulassungsnummer mit Wellenlinien zu erkennen ist.

Moderne und wartungsfreie Batterien

Eine neuwertige Autobatterie wird besser nicht mit einem alten Ladegerät aufgeladen. Mit modernen Stromspendern kommt eine Jahrzehnte alte Autobatterie schlecht zurecht. Das liegt daran, dass ein technisch veraltetes Ladegerät möglichst viel Strom in die Batterie speist. Ist diese voll, wird die überschüssige Energie in Wärme umgesetzt. Diese wiederum ist schlecht für die Batterie und verkürzt deren Lebensdauer. Moderne Batterielader schalten bei 100 Prozent Ladezustand deshalb automatisch auf Erhaltung um. Früher musste man Autobatterien in regelmäßigen Abständen mit destilliertem Wasser nachfüllen. Doch bei den Akkus, die heute fast ausschließlich zum Einsatz kommen, verdampft so gut wie keine Flüssigkeit mehr. Sie sind also wartungsfrei. Dennoch brauchen sie etwas Zuwendung: Insbesondere Kurzstreckenfahrten bei Kälte bedeuten Stress für die Batterien. Deshalb empfiehlt es sich, dann auf den Betrieb unnötiger elektrische Verbraucher zu verzichten. So bekommt die Batterie während  der Fahrt mehr Ladestrom. Die komplette Entladung bedeutet in der Regel das Aus für die wartungsfreie Batterie. Die Gefahr einer Tiefentladung und damit eines irreversiblen Schadens droht, wenn zum Bespiel beim Parken über Nacht das Licht eingeschaltet bleibt. Wird ein Fahrzeug längere Zeit nicht genutzt, ist es ratsam, die Batterie mit einem Erhaltungsladegerät frisch zu halten. Grundsätzlich sollten wartungsfreie Batterien nur mit einem speziellen Ladegerät aufgeladen werden, das verschiedene Ladephasen beherrscht. Schnellladegräte für nicht wartungsfreie Batterien sind tabu.

Eine neuwertige Autobatterie wird besser nicht mit einem alten Ladegerät aufgeladen. Mit modernen Stromspendern kommt ein Jahrzehnte altes Ladegerät schlecht zurecht. Das liegt daran , dass ein technisch veraltetes Ladegerät einfach möglichst viel Strom in die Batterie speist. Ist diese voll, wird die überflüssige Energie in Wärme umgesetzt. Diese ist schlecht für die Batterie und verkürzt  deren Lebensdauer. Moderne Batterilader schalten bei 100 Prozent Ladezustand automatisch ab.

Starthilfekabel - erst ROT dann SCHWARZ

Wer bei der Starthilfe von Auto zu Auto  die Kabel in falscher Reihenfolge anschließt riskiert Schäden in der  Fahrzeugelektrik. Zunächst müssen beide Pluspole der Batterien mit dem roten Kabel verbunden werden, erläutert der ADAC. Danach werden mit dem  schwarzen Kabel der Minuspol des Spenderwagens mit einem sogenannten  Massepunkt am Pannenfahrzeug verbunden, zum Beispiel einem Metallteil am Motorblock. Dann den Motor des fahrbereiten Autos starten und anschließend die Zündung des Pannenfahrzeuges betätigen. Vor dem Abklemmen der Kabel nach gedrückter Starthilfe  sollte im wiedrbelebte Wagen ein elektrischer Verbraucher wie Gebläse  oder Heckscheibenheizung eingeschaltet werden, um schädliche  Spannungsspitzen zu vermeiden.

Gelöst wird erst das schwarze Minuskabel dann das rote Pluskabel.

Starthilfe: Auto rund eine halbe Stunde fahren
Ist ein Kfz-Motor mit leerer Batterie dank Starthilfe angesprungen, sollte das Auto rund eine halbe Stunde gefahren werden. So stellen Autofahrer sicher, dass die Lichtmaschine den schlappen Akku ausreichen auflädt. Durch die häufige Nutzung von Licht, Lüftung, Klimaanlage und Standheizung gehen Autobatterien im Winter eher in die Knie. Auch Kälte macht der Leistungsfähigkeit zu schaffen.

Warnwestenpflicht auch in Deutschland

Ab 01. Juli 2014 besteht auch in Deutschland (wie in vielen Ländern Europas) Warnwestenpflicht. In allen Fahrzeugen, ausgenommen Motorräder und Roller, muss eine Warnweste in gelber oder oranger Tagesleuchtfarbe mit an Bord sein. Die Warnweste muss der neuen Euro-Norm EN ISO  20471 oder der alten EN 471 entsprechen und über reflektierende Streifen verfügen. Bei Pannen oder Unfällen wird durch die leuchtende Warnweste die eigene Sicherheit erhöht . Aus diesem Grund wird empfohlen für jeden Sitzplatz im Fahrzeug eine Warnweste zu mitzuführen. Wer eine reflektierende Warnweste  trägt, wird fünfmal früher wahrgenommen. Wer auf Autobahnen oder Landstraßen eine Panne hat sollte schon vor dem Verlassen des Fahrzeuges die Warnweste anlagen. Ein denkbar ungünstiger Ort für die Aufbewahrung der Warnweste ist der Kofferraum. Die reflektierende Warnweste sollte entweder unter dem Fahrersitz in der Ablagefläche der Türen oder im Handschuhfach verstaut werden.  Die Warnwesten  sollten schon jetzt angeschafft werden, denn sehen und gesehen werden ist im Straßenverkehr überlebenswichtig.

Faustregeln für Bremsweg

Wenn sich ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h bewegt beträgt der „normale“ Bremsweg auf trockener Fahrbahn 100 Meter.

Bremsweg- Faustregel:

  • Trockene Fahrbahn: (Geschwindigkeit : 10 *Geschwindigkeit :10 ).
  • Nasse Fahrbahn: Bremsweg bei trockener Fahrbahn + Bremsweg trockene Fahrbahn:Schneefahrbahn: 2*Bremsweg bei trockener Fahrbahn.

Der tatsächliche Bremsweg hängt von der aktuellen Witterung, dem Zustand der Straße, den Reifen und den Bremsen, dem Straßenbelag, der Reifenart und der Bremsstärke ab.

Blaulicht und Martinshorn

Sonderrechte für Einsatzfahrzeuge

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst haben im Einsatz freie Fahrt und sind von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) weitgehend befreit, so steht es in der Straßenverkehrsordnung. Für diese Sonderrechte genügt allerdings nicht Blaulicht allein, zusätzlich müssen die Einsatzfahrzeuge mit zusätzlichen Signalen (Martinshorn) unterwegs sein. Nähert sich ein Fahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn wissen Verkehrsteilnehmer oft nicht, wie sie sich richtig verhalten sollen und reagieren falsch oder gar nicht.

Das Wegerecht entbindet die Fahrer der Einsatzfahrzeuge aber nicht von ihren Sorgfaltspflichten im Straßenverkehr. Die Sonderrechte gelten gemäß § 35 StVO nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Im Straßenverkehr wird in den meisten Fällen erst das akustische Signal wahrgenommen. Wichtig ist es für alle Verkehrsteilnehmer    ruhe zu bewahren und sich zu orientieren. Woher kommt das -signal? Um wie viele und welche Art von Fahrzeugen handelt es sich? Wenn diesen Einsatzfahrzeugen Platz gemacht werden muss, immer den Blinker setzen, um anzuzeigen, in welche Richtung man Platz schaffen will.

 

Gewisse Sonderrechte haben auch Müllfahrzeuge oder Straßenwartungsunternehmen.

Um ihre notwendigen Dienste verrichten zu können, dürfen auch sie sich auf § 35 StVO berufen. Die Fahrzeuge dieser Einrichtungen müssen durch weiß-rot-weiße Warneinrichtungen gekennzeichnet sein und dürfen „auf allen Straßen und Straßenteilen und auf jeder Straßenseite in jeder Richtung zu allen Zeiten fahren und halten, soweit ihr Einsatz dies erfordert“. Der übrige Verkehr hat auf die Fahrzeuge und die dazugehörigen Personen Rücksicht zu nehmen.

Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht gelten die Sonderrechte für Post oder private Paketzustelldienste nicht. Lediglich Messfahrzeuge der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post dürfen fahren und parken, wann und wo sie es für richtig halten. Wer lediglich Pakete zustellt oder Briefkästen leert und sich dabei verkehrswidrig verhält, kann sich nicht auf Paragraf 35 der Straßenverkehrsordnung berufen. Ausnahmen gelten aber zum Beispiel für das Befahren von Fußgängerzonen.

 

 

Volle Haftung bei unachtsamer Autotüröffnung

Öffnet ein Autofahrer oder der Beifahrer beim Parken zur Straße hin die  Autotür, muss er bei einem Unfall für die Folgen in der Regel voll haften. Trifft den parkenden Autofahrer ein „erhebliches Verschulden“ kann er nicht auf die einfache Betriebsgefahr des Unfallgegnerautos verweisen und damit die Haftung teilweise abwälzen (Urteil des Landgerichts Stuttgart, Az: 13 8 172/14).
Beim Öffnen der Fahrertür in den Fahrbereich hinein ist von einem schweren Verschulden auszugehen.

Gefährliche Ablenkung im Auto

Kleine Ablenkungen können fatale Folgen haben. Schon der Griff des Autofahrers zum Handy, zum Smartphone oder ein kurzer Blick auf die gerade eingetroffene SM; kann zu schweren Unfällen führen. Aber auch die Sendersuche am Radio, das Wechseln der CD oder die Zieleingabe am Navi sind keine Aufgaben, die man während der Fahrt erledigen sollte. Was viele Autofahrer nicht bedenke: Schon  ein kurzer Augenblick, in dem die Konzentration nachlässt, kann zu viel sein.

Wer beispielsweise mit 50 km/h unterwegs ist, legt in nur zwei Sekunden knapp 30 Meter zurück. Bei Tempo 130 km/h sind es in dieser Zeitspanne bereits 75 Meter.
Eine Grundregel im Straßenverkehr: die Augen des Fahrers sollten jederzeit  nach vorne gerichtet sein und  beide  Hände  gehören ans  Lenkrad.

Das Problem mit der Rettungsgasse

Die Verkehrssicherheitskampagne „Rettungsgasse“ wurde im Juni 2019 in Garbsen an der A 2 vorgestellt. Beteiligt waren das Niedersächsische Innenministerium mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, die Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V., der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, die Johanniter Unfall-Hilfe e.V. sowie die Polizei Niedersachsen.

Viele Autofahrer wissen es nicht: Stockt der Verkehr auf der Autobahn, muss SOFORT eine Rettungsgasse gebildet werden. Aber Leider kennen viele Autofahrer diese wichtige Verkehrsregel nicht, oder ignorieren dies einfach.

Was viele nicht wissen! Bereits ab dem Moment, von dem an sich ein Stau bildet, muss jeder Autofahrer für eine Rettungsgasse sorgen.
Wer erst anfängt, an den Fahrbahnrand zu fahren, wenn er das Blaulicht im Rückspiegel sieht, ist bereits zu spät dran, und handelt fahrlässig und gefährdet dadurch Menschenleben.

Je schlechter also die Rettungsgasse funktioniert, desto mehr wertvolle Zeit vergeht, um an die Unfallstelle zukommen. Und umso länger dauert der Stau an.

So haben es alle Betroffenen selbst in der Hand, dass es auf ihrer Fahrbahn bald wieder zügig voran gehen kann.

Häufiger Fehler:
Oft fahren die Fahrzeuge nur kurzfristig an den Fahrbahnrand, um dann gleich wieder zurückzulenken, wenn das erste Einsatzfahrzeug vorbeigefahren ist. Dabei müssen jedoch in der Regel mindestens zwei Einsatzfahrzeuge die Rettungsgasse zu einer Unfallstelle benutzen. Die Rettungsgasse muss daher solange aufrechterhalten werden, bis der Verkehr von vorne wieder zu fließen beginnt.
Viele Fahrer sind überfordert. Dabei ist die Bildung einer Rettungsgasse einfach:

Immer von der linken Spur aus muss eine Gasse für die Rettungs- und Einsatzfahrzeuge frei gehalten werden. Auf der linken Spur fährt man links ran – auf den rechten Spuren fährt man nach rechts.
Viele Autofahrer denken fälschlicherweise, dass der Standstreifen für die Rettungsfahrzeuge reserviert sei. Doch er ist ungeeignet für die Einsatzfahrzeuge, da er nicht immer durchgängig ausgebaut ist und zudem noch durch liegen gebliebene Fahrzeuge blockiert werden kann.

hier video: "Rettungsgasse bei Staubildung"

Verhalten an einer Ampel:
Vor einer roten Ampel weichen Sie nach rechts aus und überfahren Sie erforderlichenfalls die Haltelinie.
Halten sie an einer grünen Ampel an bzw. fahren Sie zur Seite.

Ab 01. Januar 2020 traten Veränderungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO) u.a. in Bezug auf das Bilden von einer Rettungsgasse in Kraft.

Wer sich nicht daran hält bei einem Stau den Rettungskräften und der Polizei Platz zu machen, kassiert neben zwei Punkten in Flensburg ein Bußgeld in Höhe von 200,00 Euro sowie einen Monat Fahrverbot. Insbesondere diejenigen, die eine Rettungsgasse für sich nutzen und durchfahren, müssen mit einem Bußgeld in Höhe von 240,00 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem einmonatlichen Fahrverbot rechnen.

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