Projekte in Uslar

Jugend-Fahrrad-Turniere - Wer wird Fahrrad-Champion?

Die Jugend-Fahrrad-Turniere, die bisher jährlich von der Verkehrswacht Uslar und Umgebung eV organisiert und veranstaltet wurden, erhalten neue Regeln. Weiterführende Turniere in Göttingen auf Landesebene und Bundesebene wird es aufgrund zu geringer Beteiligung von Kindern nicht mehr geben.

Das Jugend-Fahrrad-Turnier 2019

Die Verkehrswacht Uslar e.V. führte mit Unterstützung des ADAC Niedersachsen/Sachsen Anhalt auch in diesem Jahr das Jugend-Fahrrad-Turnier für junge Radfahrer im Alter von 8 bis 15 Jahre an vier teilnehmenden Schulen im Uslarer Land und in Bodenfelde durch.

Ziel ist es, Kinder zu sicherem Verhalten im Straßenverkehr zu befähigen und vor Verkehrsunfällen zu bewahren. Die Aktion „Mit Sicherheit ans Ziel“ wird nach den ADAC-Richtlinien durchgeführt.
Auf einem ca. 200 Meter langen Parcours mit acht Aufgaben sind wichtige Fahrtechniken zu meistern, die im Straßenverkehr beherrscht werden müssen. Nach dem Motto „Kluge Köpfe schützen sich“, d.h., alle Teilnehmer fahren selbstverständlich mit Helm!

Die Turniere fanden in den Monaten Mai und Juni an den vier Uslarer Grundschulen und der IGS Bodenfelde statt. Insgesammt haben sich 170 Schülerinnen und Schüler beteiligt. Die Fähigkeiten der Zweiradfahrer ließen teilweise zu Wünschen übrig. Es gab so gut wie keine herausragenden Ergebnisse. An der GS Uslar haben von den gemeldeten 60 Teilnehmern nur 41 Schüler teilgenommen.

Wegen zu geringer Beteiligung der Kinder in den vergangenen  Jahren finden keine weiterführenden Turniere in Göttingen und Hannover statt. Turnierleiter der Verkehrswacht Uslar e.V. war wieder Jürgen Utermöhle.

Das Jugend-Fahrrad-Turnier ab 2018

Die Verkehrswacht Uslar und Umgebung eV organisiert und veranstaltet jährlich das Jugend-Fahrrad-Turnier in den Uslarer Grundschulen, der Sollingschule Uslar und der IGS in Bodenfelde.

Für die meisten Kinder ist das Fahrrad das erste und auch das wichtigste Verkehrsmittel mit dem sie im immer dichter werdenden Straßenverkehr zurechtkommen sollen. Dazu müssen Kinder die Regeln kennen und sich entsprechend verhalten. Im Rahmen des Fahrrad-Turniers werden eine verkehrsgerechte Fahrweise und ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr trainiert. Genauso wichtig ist aber auch der gekonnte und sichere Umgang mit dem Fahrrad, eine Voraussetzung die von vielen Kindern nur teilweise erfüllt wird.

Unter dem Motto “Wer wird Fahrrad-Champion? " hält der ADAC für junge Radfahrer im Alter zwischen 8 und 15 Jahren mit dem Fahrrad-Turnier ein praxisnahes Übungsprogramm bereit.
Diese Fahrübungen orientieren sich ausnahmslos an den Herausforderungen des modernen Straßenverkehrs. Die Kids fahren natürlich mit Helm.

Schülerlotsen heißen seit einigen Jahren Verkehrshelfer

Der Begriff „Schülerlotse“ wird seit 1953 benutzt und als „Schülerlotsendienst“ in Deutschland eingerichtet. Auch die Deutsche Verkehrswacht spricht von „Schülerlotsen“, wenngleich seit einigen Jahren der offizielle Begriff „Verkehrshelfer“ ist.

Die ersten Schülerlotsen in Uslar wurden im Jahr 1959 von Heinrich Keese ausgebildet und betreut. Die Schülerlotsenausrüstung wurden von der Verkehrswacht Uslar beschafft. Fast jedes Jahr hat die Verkehrswacht Uslar eine Fahrt mit den Schülerlotsen ausgerichtet und finanziert.

Seit dem Jahr 2017 werden in Uslar keine Verkehrshelfer mehr ausgebildet. Der Verkehrshelferdienst wurde eingestellt.

Tag der Verkehrssicherheit in Uslar am 20. Juni 2015

Der präventiv ausgerichtete Bundesweite Tag der Verkehrssicherheit wird seit zehn Jahren organisiert; der 1. Uslarer Tag der Verkehrssicherheit wurde nun durch die Verkehrswacht Uslar in Kooperation mit der Polizeiinspektion Northeim/Osterode und in Zusammenarbeit und Unterstützung vieler örtlicher und landkreisweit agierender Präventions- Hilfs- und Rettungsorganisationen und Institutionen in Uslars Innenstadt veranstaltet. Auch einige der zur Prävention beitragenden ortsansässigen Firmen waren an diesem Tag der Verkehrssicherheit in Uslar vertreten.

Mit einem ergreifenden ökumenischer Gottesdienst für Retter, Helfer und alle Verkehrsbeteiligten wurde der1. Uslarer Tag der Verkehrssicherheit in der St. Johanniskirche zu Uslar eingeläutet. Schirmherr Bürgermeister Torsten Bauer eröffnete den "1. Uslarer Tag der Verkehrssicherheit in Uslar" gemeinsam mit Dieter Armbrecht (Polizeiinspektion Northeim/Osterode - Verkehrsprävention),  Martina Stülzebach (Leiterin des Polizeikommisariat Uslar) und Hans-Albrecht Gottwald (Vize-Vorsitzender der Verkehrswacht Uslar e.V.). Der Bürgermeister verwies in seinem Grußwort auf die verschiedenen Kontexte, die zu jedem Verkehrsunfall gehören: zerstörte Familien, ausradierte Zukunftspläne. Er erinnerte auch daran, dass sich hinter jeder der statistischen Unfallzahlen noch andere Zahlen verbergen. „Nämlich die ungezählten Stunden der Einsatzkräfte der verschiedenen Rettungsdienste.“ Bürgermeister Torsten Bauer bedankt sich bei jeder einzelnen und namentlich genannten Organisation „für das häufig ehrenamtliche Engagement im Dienst und zum Wohle der Allgemeinheit. Auf dass dieses Engagement weitere Mitstreiter finde."

Folgende Kooperationspartner wirkten beim 1. Tag der Uslarer Verkehrssicherheit mit: Polizeiinspektion Northeim/Osterode, Polizeikommisariat Uslar, Landkreis Northeim, das Schutzengelprojekt, die FFW Uslar und die Kinder- und Jugendfeuerwehr Uslar sowie die Feuerwehren der Uslarer Ortschaften, das DRK, die Johanniter Unfallhilfe, der ASB, die DLRG Bodenfelde, der ACU Uslar, der ADAC, das KIT-Team im Landkreis Northeim, der Allgemeiner Rettungs-Verband e.V. - Sozialer Dienste und Notfallhilfe, der NDR1, Augenoptik Kurz, Elektro Planungsbüro Gummich, die Stadtwerke Uslar und die Stadt Uslar, die Triker vom Trikertreffen in Schönhagen, Bikers Point Fuchs aus Uslar und viele andere mehr.

Die ca. 2.500 bis 3.000 Besucher erlebten einen ergreifenden, spannenden, interessanten, lehrreichen und auch unterhaltsamen Uslarer Tag der Verkehrssicherheit, der durch rund 150 Aktive gestaltet wurde..
Für die Polizei ist die Unfallprävention ein wichtiges Anliegen. Am 1. Uslarer Tag der Verkehrssicherheit war die Polizeiinspektion Northeim-Osterode als wichtiger Kooperationspartner und mit zahlreichen Ständen, vielen Informationen und großem Einsatz beteiligt.

An zahlreichen Ständen präsentierten mehr als 150 aktiven Teilnehmer die meist ehrenamtliche Arbeit der Hilfs- und Rettungsorganisationen. Neben der Polizei waren die Feuerwehr Uslar sowie die Ortsfeuerwehren mit ihren Fahrzeugen, der Ausrüstung und zahlreichen Feuerwehrleuten aller Altersgruppen vor Ort.

Die DLRG Bodenfelde präsentierte ihre Arbeit in der Wasserrettung und Wiederbelebung. Besonders besorgniserregend: Jede vierte Grundschule bietet keinen Schwimmunterricht an und jeder 2. Viertklässler ist kein sicherer Schwimmer.

Das DRK, der ASB (Arbeiter Samariter Bund) und die Johanniter Unfallhilfe informierten die Besucher und waren ebenfalls mit zahlreichen Helfern bei der Unfall-Präventionsveranstaltung im Einsatz. Übrigens: nur wenige wissen, dass auch in diesen Organisationen die meisten Mitarbeiter ehrenamtlich Hilfe und Rettung leisten.

Den ARV (Allgemeiner Rettungsverband) kennen nur wenige. Der ARV agiert ehrenamtlich, versteht sich als sozialer Dienst und Notfallhilfe. Er wird da aktiv, wo Hilfe nötig, aber nicht vorgesehen ist. Der Unfallfolgedienst des ARV z.B., kümmert sich bei Verkehrsunfällen um unverletzte Personen am Unfallort, die keine Hilfe von Angehörigen oder Bekannten bzw. von Dritten, wie Versicherungen, erwarten können. In dieser Unfallhilfe-Lücke war der ARV im Jahr 2014 rund 500 x im Einsatz. Im Raum Northeim/Göttingen vor allem auf der A7. Der ARV Süd-Niedersachsen e.V. hat seinen Sitz in Göttingen.

Auch das KIT-Team (Kriseninterventionsteam) im Landkreis Northeim stellte sich beim Uslarer Tag der Verkehrssicherheit vor. Das KIT-Team besteht aus ehrenamtlichen Helfern der örtlichen Hilfs- und Rettungsorganisationen, die eine Zusatzausbildung „Krisenintervention“ von 100 Stunden absolviert haben.

Der ACU (Automobil Club Uslar) hatte einen Geschicklichkeitsparcours für Kinder aufgestellt und den ADAC mit seinem Überschlagsimulator eingeladen. Wer wollte konnte hier selbst erleben, welche Herausforderungen ein auf dem Kopf liegender PKW an die Insassen stellt und welch ein Gewicht auf Kopf und Schultern lastet, wenn das Fahrzeug auf dem Dach zurechtgekommen ist.

An einem Stand der Verkehrswacht wurde den Besuchern anschaulich präsentiert, wie schnell ein nicht angeschnalltes Kleinkind schon im Schritttempo aus dem Autositz katapultiert wird. Als sehr lehrreich erwies sich für die Besucher auch die Fahrt durch einen Parcours der Polizei mit Drogen- oder Alkoholbrille. Schon bei 1,3 Promille wurde die Steuerung des Fahrzeugs recht problematisch.

Ein sehr erfolgreiches Projekt zur Disco-Verkehrsunfall-Prävention läuft im Landkreis Northeim mit dem Projekt „Ich bin dein Schutzengel“. In dem Schutzengel-Projekt engagieren sich feiernde Jugendliche für andere feiernde Jugendliche: Sie verhindern vor und nach der Party ganz einfach, dass ihre Freunde und Bekannten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ein Kfz steuern. Im Fokus der Schutzengel steht nun auch Handy und Smartphone am Steuer: „Eine völlig unterschätzte Gefahr. Ein Beispiel: 4 Sek. Handyblick bei Tempo 30 wird zum Blindflug von 33 Metern!

Die Mutter eines tödlich verunglückten Jugendlichen hatte das Unfallfahrzeug ihres Sohnes als Beitrag zur Unfallprävention zur Verfügung gestellt: Das Mahnmal - das verunfallte Auto und die Kreuze mit den Namen verunglückter Jugendlicher mitten auf der Uslarer Langen Straße, ließ viele Besucher nachdenklich innehalten.

Da in 2014 ein Fünftel aller im Verkehrstoten auf Motorrädern, Rollern oder E-Bikes unterwegs war, gilt dieser Gruppe Verkehrsteilnehmern nun eine besondere Aufmerksamkeit. Mit Ständen zur E-Mobilität bzw. zur sicheren Ausrüstung des Zweiradfahrers waren die Stadtwerke Uslar, Biker Shop Fuchs sowie das Ing.-Büro Gummich beim Uslarer Tag der Verkehrssicherheit vertreten. Oft wird von Zweiradfahrern und E-Bike Fahrern die eigene Geschwindigkeit unterschätzt. Wichtig für die Unfall-Prävention sind auch hier die richtige Beleuchtung und die Ausstattung mit Reflektoren, aber auch ein guter, geprüfter Helm und die Ausrüstung mit entsprechender Schutzkleidung. In der E-Mobilität spielt ein weiterer Faktor eine Rolle: die Fahrzeuge sind sehr leise und werden durch andere Verkehrsteilnehmer darum oft zu spät wahrgenommen. Davon müssen sich alle Verkehrsteilnehmer und ganz besonders diejenigen, die E-mobil unterwegs sind, bewusst sein.

Verkehrsteilnehmern, die in jüngster Zeit in den Fokus der Verkehrssicherheit gerückt sind, sind Gehbeeinträchtigte mit Rollator. Beim 1. Uslarer Tag der Verkehrssicherheit wurde darum ein Parcours für Rollator-Fahrer angeboten, auf dem die Besucher die sichere Steuerung des Fahrzeugs üben konnten. Zugleich konnten sich die Besucher über eine gute Sicherheitsausstattung des Rollators informieren und dabei auch den eigenen Rollator überprüfen lassen.

Ganz besonders beeindruckend war die Simulation der Rettung einer Person aus einem verunfallten PKW. Hier zeigten die Retter von Polizei, Feuerwehr, DRK, Johanniter Unfallhilfe und das KIT-Team in einer gemeinsamen Übung vor Publikum, wie wichtig die gute Koordination und Kommunikation der aufeinander abgestimmten Helferteams im Einsatz sind.
Eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Unfall-Prävention spielen die regionalen Radiosender, die Dank der Verkehrsinfos viele Verkehrsbeteiligte vor Unannehmlichkeiten und oft Schlimmeres bewahren. In Uslar war der NDR 1 mit einem Infowagen vertreten. Hier fanden die Radiohörer für all ihre Fragen, Wünsche und Anregungen ein offenes Ohr.

Attraktionen am Rande der Verkehrsunfall-Prävention waren die Fahrzeugausstellung der Feuerwehren, die Fahrzeugausstellung der jungen regionalen Fans von Youngtimern und Oldtimern. Auch der Einzug der Triker war eine besondere Attraktion. Nicht zuletzt, da die Trikes äußerst aufwendig und sehr individuell gestalteten sind. Die Gruppe der Triker vertrat auf dem Uslarer Tag der Verkehrssicherheit die aus ganz Deutschland und der europaweit angereisten Trikers vom Trikertreffen, das zeitgleich auf dem Campingplatz Schönhagen stattfand. Zwei Fahrzeuge hatten für ihre Anreise nach Schönhagen bereits 4.200 km zurückgelegt. Sie kamen aus Spanien und besuchten das Trikertreffen im Solling über einen Umweg durch Slowenien.

Klar ist, dass Hinweisschilder mit Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrskontrollen der Polizei auch als einschränkend oder gar als repressiv empfunden werden können. Klar ist aber auch, dass es ohne diesen Regeln und Maßnahmen im öffentlichen Verkehr noch viel öfters knallten würde.

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