Wildunfälle

Initiative zur Bekämpfung der Wildunfälle

Verkehrswachten Rotenburg und Bremervörde-Zeven starten eine Plakataktion an wildunfallträchtigen Strecken

„Könnten Sie jetzt noch bremsen?“

- mit dieser Frage wenden sich die Verkehrswachten Rotenburg (Wümme) und Bremervörde-Zeven in diesen Tagen an Autofahrer, die mit ihren Fahrzeugen auf besonders wildunfallträchtigen Straßen im Landkreis Rotenburg (Wümme) unterwegs sind. Erfahrungsgemäß ist im Herbst und in der Brunftzeit vermehrt mit Wildwechsel zu rechnen.

Laut polizeilicher Unfallstatistik ist fast jeder dritte Verkehrsunfall auf eine ungewollte Begegnung mit Wild auf der Fahrbahn zurückzuführen!

„ Jedes Jahr kommt es im Landkreis Rotenburg zu über 1000 Wildunfällen, meistens nur mit Blechschaden. Aber auch Wildunfälle mit Schwerverletzten haben meine Kollegen aufnehmen müssen“, weiß Heiner van der Werp von der Polizei Rotenburg zu berichten. 

Eine eigens dafür eingesetzte Unfallkommission, bestehend aus Vertretern der Polizei, der Straßenverkehrsbehörden, der Jägerschaft und der Verkehrswachten Rotenburg und Bremervörde-Zeven nahm sich Mitte des Jahres dieser Thematik an und filterte besonders gefährdete Bereiche aus dem allgemeinen Unfallgeschehen heraus.

Neben den bekannten Wildwarnschildern, die von den Behörden zur Warnung der Autofahrer an den Straßen aufgestellt wurden, hatten sich die Verkehrswachten Rotenburg und Bremervörde-Zeven spontan zur Durchführung einer Verkehrsinitiative zur Bekämpfung der Wildunfälle angeboten. In einer Gemeinschaftsaktion weisen beide Vereine auf über 50 Aktionstafeln im Landkreis Rotenburg auf diese besondere Unfallgefahr hin. Im nächsten Schritt werden Fahrschulen, Behörden, Polizeidienststellen, TÜV und Dekra mit Info-Faltbättern (395 KB) ausgestattet, um möglichst viele Verkehrsteilnehmer anzusprechen und für defensive Fahrweise in diesen Bereiche zu werben. In einer abschließenden Aktion wird die Rotenburger Polizei gemeinsam mit der Verkehrswacht Verkehrskontrollen (siehe Fotogalerie) an wildunfallträchtigen Stellen durchführen.

Walter Reincke, damaliger Vorsitzender und jetzt Ehrenvorsitzender der Rotenburger Verkehrswacht:“ Wir möchten Autofahrer, die mit ihrem Fahrzeug gerade an einem unserer neuen Plakate vorbeigefahren sind und trotzdem sehr schnell unterwegs waren, ganz eindringlich für diese Unfallgefahr sensibilisieren. Gerade auf gewohnten Strecken verliert man erfahrungsgemäß schnell das Gefühl für diese Gefahr. Dem wollen wir entgegenwirken.“

Ob diese Aktion den erhofften Erfolg bringt, wird sich in der Auswertung des Unfallgeschehens der nächsten Jahre zeigen. Auf jeden Fall haben alle an dieser Aktion Beteiligten ihr Engagement bewiesen, die hohen Wildunfallzahlen nicht tatenlos hinzunehmen.

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