Sehen und gesehen werden

Leider gibt es immer noch uneinsichtige Radfahrer

Verlaufsbericht der Sonderaktion "Sehen und gesehen werden"

Wie mit den Kollegen vom Einsatz und Streifendienst des Polizeikommissariates Meppen abgesprochen, ist die erste Hälfte der Sonderkontrolle Fahrradfahrer in der 50. KW 2005 durchgeführt worden. Die Beamten der Polizeistationen haben die Aktion in Eigenregie im Rahmen des Streifendienstes durchgeführt.

Im Berichtszeitraum sind von den Beamten im Gesamtbereich des Polizeikommissariates Meppen 185 gebührenpflichtige Verwarnungen gegen Verkehrsteilnehmer ausgesprochen worden. Außerdem sind 47 Elternbriefe an die Eltern/Erziehungsberechtigte der strafunmündigen Kinder verschickt worden.

Anhand der Zahlen des letzten Jahres ist festzustellen, dass eine Steigerung bei den gebührenpflichtigen Verwarnungen um 66 % vorliegt. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der gefertigten Elternbriefe um ca. 54 % rückläufig.

Herr Fickers von der 'Meppener Tagespost' möchte die Aktion gerne für die Presse begleiten. Ihm wurden am 20.12.2005 die festgestellten Kontrollzahlen für einen Bericht in der 'MT' mitgeteilt. Diese Zahlen wird Herr Fickers in einem Zeitungsbericht der 'MT' veröffentlichen. In diesem Bericht wird er auch noch einmal auf das geforderte verkehrsgerechte Verhalten der Fahrradfahrer hinweisen.

Festgestellt werden kann, dass die durchgeführten Kontrollen eine durchaus positive Resonanz in der Bevölkerung, speziell auch in der Lehrerschaft der Schulen, hervorgerufen haben. Festgestellt werden kann aber auch, dass die Bereitschaft zu einem verkehrsgerechten Verhalten bei den meist jugendlichen Betroffenen ebenfalls rückläufig ist.

Der erzieherische Effekt der Aktion soll aber darin liegen, den Betroffenen gerade aufzuzeigen, dass das verkehrsgerechte Verhalten -das Einschalten der Beleuchtung/ Augenmerk auf helle Bekleidung, pp.- zur Reduzierung von Verkehrsunfällen mit Fahrradfahrerbeteiligung beiträgt.

Wie abgesprochen wird die zweite Hälfte der Aktion direkt am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien -2. KW 2006 - erfolgen.

Reinhard Gels

Abschlußbericht der Sonderaktion "Sehen und gesehen werden"

Nachdem nun die Kontrolle der Fahrräder an den Schulen im Kreisgebiet von der Polizei durchgeführt worden ist und sich alle Fahrräder in einem verkehrssicherem Zustand befinden, werden Beamte des Polizeikommissariates Meppen, der Polizeistationen in Haselünne, Haren, Twist, Geeste, Herzlake und Lathen in den kommenden Wochen verstärkt den Zweiradverkehr überwachen und festgestellte Verstöße mit einem Verwarnungsgeld ahnden. Anlaß für die Maßnahme sind 99 Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung im laufenden Jahr im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariates Meppen, bei denen 1 Radfahrer getötet, 19 schwer- und 52 leichtverletzt worden sind. Eine schlimme Bilanz!

In vielen Fällen war falsches Verhalten der Fahrradfahrer unfallursächlich oder trug zumindest an dem Zustandekommen des Unfalles bei. Immer häufiger werden Klagen aus der Bevölkerung über Fehlverhalten von Fahrradfahrern laut. Fahren ohne eingeschaltete oder defekte Beleuchtung des Fahrrades, Mißachten des Rotlichtes von Ampelanlagen und Gefährdung von Fußgängern sind nur eine unvollkommene Liste der Tag für Tag von Fahrradfahrern begangenen Verkehrsverstöße. Besonders bedauerlich ist, dass sich nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene, teilweise sogar Eltern in Begleitung ihrer Kinder, verkehrswidrig verhalten und dadurch unfallträchtige Situationen hervorrufen. Diese Erwachsenen geben denkbar schlechte Vorbilder ab!

Manchem Fahrradfahrer scheint nicht bewußt zu sein, dass er beim Fahren mit nicht eingeschalteter oder defekter Beleuchtung während der Dämmerung und Dunkelheit, bei Regen oder Schneefall von anderen Verkehrsteilnehmern nicht rechtzeitig erkannt werden kann und er durch dieses Verhalten das Risiko eines auch für ihn sehr folgenschweren Zusammenstoßes herauf beschwört. Die Polizei wird deshalb bis auf weiteres dem Verkehrsverhalten der Fahrradfahrer ein besonderes Augenmerk widmen und festgestellte Verstöße konsequent ahnden.

Ein Fahrradfahrer, der mit defekter oder nicht eingeschalteter Beleuchtung während der Dunkelheit angetroffen wird, wird ein Verwarngeld in Höhe von 10,- Euro „berappen“ müssen.Das Mißachten des Rotlichtes einer Ampelanlage schlägt gar mit einem Verwarngeld in Höhe von 25,-Euro bis 62,50 Euro zu Buche.

Nur die Einsicht eines jeden Fahrradfahrers sich verkehrsgerecht im Straßenverkehr zu bewegen kann ihn vor einer Beteiligung an einem Verkehrsunfall schützen. Das verhaltensbestimmende Motto für Fahrradfahrer muß daher unbedingt lauten: „Sehen und gesehen werden!“

Reinhard Gels

Bericht aus der Meppener Tagespost vom 12.01.2006

Wie angekündigt, hat die Polizei die Kontrollen von Radfahrern in den Morgen- und Abendstunden fortgesetzt. Jeder Zehnte ist ohne Licht unterwegs, stellten die Beamten fest. "VERGESSEN, das Licht anzumachen", hatte ein junger Radfahrer, der an der Lingener Straße gestoppt wurde.

Im Einzugsbereich des Polizeikommissariates Meppen mit den Polizeistationen in Haselünne, Haren, Twist, Geeste, Herzlake und Lathen wird seit November verstärkt der Zweiradverkehr kontrolliert. Polizeioberkommissar Reinhard Gels vom Kommissariat Meppen weist erneut darauf hin, dass es um die Sicherheit der Radler geht, die von Autofahrern in der Dunkelheit oder Dämmerung leicht übersehen werden können, wenn sie ohne Licht fahren.

Viele Eltern hätten bereits auf die Aktion reagiert. So sei die Zahl der ohne funktionierende Beleuchtung am Fahrrad erwischten Schüler zurückgegangen. Sorgen bereiten dagegen Erwachsene. Einzelne seien bereits zum zweiten Mal negativ aufgefallen. "Leider gibt es immer noch uneinsichtige Radfahrer." Bei den Kontrollen am Montag in Meppen stellte man 23 Verstöße von Radfahrern gegen die Verkehrsregeln fest. Am Dienstag waren es morgens 31 innerhalb einer Stunde.

Die gestoppten Radler reagierten unterschiedlich auf ihre unter Umständen lebensgefährliche Nachlässigkeit. Viele waren mit Rädern unterwegs, denen Teile der Beleuchtungsanlage fehlten. Eine Pendlerin war mit dem Zug nach Meppen gekommen und hatte ihr am Bahnhof stehendes Rad beschädigt vorgefunden. Andere zeigten sich gleichgültig. Ein junger Mann hatte "einfach vergessen, das Licht anzumachen".

Manfred Fickers

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