Sehschädigungen

Der Begriff der Sehschädigung steht als Oberbegriff für verschiedene Formen der Sehbehinderungen, welche sich in eine „einfache“ Sehbeeinträchtigung, eine hochgradige Sehbeeinträchtigung und in eine vollkommene Blindheit des Augenlichtes unterteilt.

Von einer Blindheit spricht man in Deutschland zu allererst von Personen, deren Augen kein Licht (mehr) wahrnehmen. Doch auch Personen, deren Sehkraft weniger als 1/50 der so genannten Sehnorm beträgt, gelten in Deutschland als blind. In der Praxis bedeutet dies, dass eine betroffene Person im Gegensatz zu einer normalsichtigen Person Dinge in einem Abstand von 1 Meter erkennt, die eine Person mit gesunden Augen aus einer Entfernung von 50 Metern erkennen kann.

Eine Sehbehinderung im Allgemeinen liegt dann vor, wenn trotz zur Hilfenahme einer Brille oder Kontaktlinsen, das Sehvermögen auf 1/3 bis 1/20 herabgesetzt werden kann. Auch andere Störungen wie z.B. Lichtsinn- oder Farbsinnstörungen sowie Gesichtsfeldausfälle können bei einer bestimmten Schwere zu starken Beeinträchtigungen des Sehvermögens führen.

Verschiedene Faktoren können zu einer Einschränkung des Sehvermögens führen: erbliche oder angeborenen Augenveränderungen, Unfälle oder Krankheiten (diabetisch bedingte Netzhauterkrankungen, Grüner Star, Sehnervenschwund etc.).

 

Die Sehbeeinträchtigung, und sei sie noch so stark, führt alleine nicht zur Behinderung, erst die individuellen und unterschiedlich erlebten Folgewirkungen im Alltag, zeigen den betroffenen Personen Problem auf.

Ausgehend von der Tatsache, dass ca. 80-90% aller Sinneswahrnehmungen beim Menschen über das Sehvermögen abläuft, verdeutlicht die Problemlastigkeit bei eventuellen Einschränkungen.

 

Gerade in der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr werden die durch eine Sehschädigung beeinträchtigten Personen besonders gefordert. Schon eine Einschränkung deren Sehkraft kann zu erheblichen Problemen in der Wahrnehmung führen. Dämmerung oder schlechte Witterungsverhältnis sind zusätzliche Faktoren, die die Wahrnehmung beeinträchtigen können.

Deshalb ist es wichtig, dass Menschen mit einer Sehschädigung den Umgang im Straßenverkehr erlernen und erproben, um selbstständig und unabhängiger ihren Alltag meistern können.

Ein wichtiger Punkt beim Erlernen ist die Sensibilisierung der anderen, möglicherweise nicht beeinträchtigten, Sinnesorgane. Menschen mit Sehstörungen sind vielmehr als Sehende auf eine Interaktion mit ihrer Umwelt z.B. im Bereich akustischer Signale. Die Art und Richtung zu bestimmen, aus der ein Geräusch stammt ist hierbei eine wichtige Vorraussetzung.

 

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