Sicherheit, die einleuchtet: Tagfahrleuchten sind Pflicht für alle Neufahrzeuge

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern und die Sichtbarkeit von Fahrzeugen auf den Straßen Europas zu erhöhen, ist es seit dem 07. Februar 2011 Pflicht, alle neuen Pkw- und Transportertypen mit Tagfahrleuchten auszustatten. "Damit wird eine langjährige Forderung des Landes Niedersachsen umgesetzt", kommentierte Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode.

Mit Tagfahrlicht ist nicht das herkömmliche Abblendlicht gemeint. Tagfahrleuchten sind eine zusätzliche Beleuchtung, die meist in der Frontschürze oder in den Scheinwerfern des Fahrzeugs integriert sind. Das Tagfahrlicht schaltet sich automatisch ein, wenn der Motor angelassen wird, beleuchtet allerdings nicht die Armaturen oder Kennzeichen. Als Dauerbeleuchtung ist das Tagfahrlicht ökologischer als Abblendlicht, da der Energieverbrauch rund ein Drittel niedrigerer ist und bei Einsatz von Leuchtdioden sogar nur 10 Prozent der Energie eines normalen Abblendlichts beträgt.

Eine Nachrüstung älterer Fahrzeuge mit Tagfahrleuchten ist möglich und empfehlenswert. Eine Pflicht zur Fahrt mit Licht auch am Tage gibt es inzwischen in verschiedenen europäischen Ländern. Dort kann ein Verstoß gegen die Lichtpflicht empfindliche Bußgeldzahlungen nach sich ziehen. Wenn das Fahrzeug noch kein Tagfahrlicht besitzt, muss in diesen Ländern mit dem normalen Abblendlicht gefahren werden.

Autofahren mit Licht am Tage rettet Leben – dies belegen unzählige Untersuchungen und Erfahrungen aus Ländern, in denen das Tagfahrlicht bereits eingeführt ist.

Ein Modellversuch in Niedersachsen hatte vor einigen Jahren bereits gezeigt, dass sich das Unfallrisiko deutlich senken lässt, wenn das Licht auch am Tage eingeschaltet ist. Bei dem Großversuch in Niedersachsen gingen die tödlichen Unfälle um 25 Prozent zurück.

Für Deutschland, Frankreich und die Schweiz gibt es bislang nur eine Empfehlung, auch am Tag mit Licht zu fahren. Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode und die Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. appellieren dieser Empfehlung nachzukommen.

Hier  (24 KB) finden Sie diese Pressemitteilung des niedersächsischen Verkehrsministeriums und der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. zum Download.

Ansprechpartnerin

Roswitha Bothe
Telefon: 0511 35 77 26 85
roswitha.bothe@landesverkehrswacht.de

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