Verreisen mit Kindern

Lange Autofahrten sind gerade für Kinder anstrengend. Neben der Sorge um die Unterhaltung und das Wohlbefinden der Kinder, sind die Sicherheitsvorkehrungen für die Kindersitze von höchster Bedeutung. Egal, ob Ihr Kind noch ein Säugling oder bereits ein Teenager ist: es muss immer angeschnallt sein und darf auf keinen Fall nur auf dem Schoß oder im Arm anderer gehalten werden. Hier einige Tipps zum Thema Kindersicherung:

  • Sitz und Kind müssen zueinander passen. Beteiligen Sie Ihr Kind an der Auswahl des Sitzes. Oft ist ein besonders schöner Stoff schon Anreiz genug für das Kind sich anzuschnallen.
  • Achten Sie auf die ECE-Zulassung. Auch wenn diese auf eine Eignung für alle Fahrzeuge hindeutet, sollten Sie den Sitz vor der Anschaffung in Ihrem Fahrzeug ausprobieren. Wie einfach oder schwer eine Montage und die Benutzung sind, ist bei jedem Sitz und von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich.
  • Beim Einbau des Sitzes sollten Sie sich genau an die Montageanleitung halten. So lassen sich Fehler vermeiden, die zu mangelndem Schutz des Kindes führen.
  • Das Kind sollte in Bezug auf Größe und Körpergewicht zum Sitz passen.
  • Die Gurte sollten straff gespannt sein und eng am Körper anliegen.
  • Sollten Sie keinen Beifahrer-Airbag haben oder können Sie diesen ausschalten, dann können Sie den Baby-Autositz (ECE-Gruppe 0 und 0+, bis 13 kg Körpergewicht) auf dem Beifahrersitz entgegengesetzt der Fahrtrichtung montieren. Dabei ist der Sitz mit einem Mindestabstand von mindestens 20 cm zum Armaturenbrett anzubringen. Falls Sie den Airbag nicht ausschalten können, müssen Sie den Kindersitz auf jeden Fall auf der Rückbank anbringen und ihn mit dem Dreipunktgurt befestigen - entgegengesetzt der Fahrtrichtung Die ECE-Gruppe I (9-18 kg, ca. 9 Monate - 4 1/2 Jahre) bietet verschiedene Sitze. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten, welcher Sitztyp für Ihr Kind geeignet ist. Überprüfen Sie regelmäßig die Einstellung der Gurte - Ihr Kind wächst schnell und einschneidende Gurte mag niemand gerne. Ist das Kind aus einem Kindersitz der ECE-Gruppe I wirklich herausgewachsen, hat man die Wahl zwischen Fangkörper-Systemen und Sitzerhöhung in Kombination mit einer Rückenstütze. Auch hier lassen Sie sich am besten individuell im Fachhandel beraten. Ab einem Gewicht von 25 kg gehört das Kind normalerweise in eine Sitzerhöhung (ECE-Gruppe III, 22-36 kg, ab ca. 6 Jahren). Achten Sie darauf, dass der Gurt im Bereich des Beckens und über das Schlüsselbein läuft.
  • Besonders wichtig ist bei Säuglingen, bzw. Babys, die noch nicht selbständig sitzen können, dass sie nicht viel länger als eine halbe bis dreiviertel Stunde am Stück in einem Baby-Sitz sitzen sollten. Machen Sie darum regelmäßig Pausen und nehmen das Kind aus der Baby-Schale heraus.
  • Bei Kleinkindern sollten Sie vor der Fahrt besonders darauf achten, dass der Gurt nicht zu fest und der Sitz sicher montiert ist. Achten Sie aber darauf, dass das Kind direkt im Sitz und nicht auf einem Kissen oder ähnlichem sitzt, weil dies die Rutschgefahr erhöht.
  • Für die Pausengestaltung mit Kindern sollten Sie vor allem Bewegungsspiele wie z.B. Hinkekästchen, Bockspringen oder Gummitwist spielen. Leider ist das an den Autobahnparkplätzen selten möglich. Nehmen Sie darum lieber eine Ausfahrt und suchen Sie sich einen schönen Parkplatz nahe Ortschaften oder Landstraßen. Ausreichend Bewegung sorgt am besten für ein gutes Gefühl und macht die Weiterfahrt für alle sehr viel angenehmer.

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