Der Überschlags- Rettungssimulator „CHRISSY“

… welchem Zweck dient er?

Die Berufsbildenden Schulen (BBS) Diepholz bauten mit Unterstützung der Verkehrswacht Grafschaft Diepholz e.V. einen Rettungssimulator. Dieser wird seit 2002 innerhalb des Landkreises Diepholz eingesetzt. Damit soll ein Beitrag geleistet werden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere der Jungen Fahrer. Da die Idee anlässlich eines Christopherus-Seminares der BBS Diepholz entwickelt und von den Teilnehmern des Seminares umgesetzt wurde, hat der Rettungs-simulator den Namen „Chrissy“ erhalten. Mittlerweile ist das dritte Nachfolgemodell im Einsatz.

Chrissy bietet eine hervorragende Möglichkeit durch die Simulation eines PKW - Überschlags für den Ernstfall zu üben und dabei das Gefahrenbewusstsein zu trainieren. Der Rettungssimulator besteht aus einer PKW – Karosserie, die um ihre Längsachse gedreht werden kann. Zum Üben steigen bis zu vier Personen in das Fahrzeug und legen den Sicherheitsgurt an. Danach besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug auf die Seite oder auf das Dach zu drehen. Nunmehr trainieren die Insassen unter der Anleitung geübter Moderatoren entweder die Selbstrettung oder auch das Retten verletzter Personen aus dieser Situation.

Die Insassen verlieren bei einem Unfall in dieser ungewöhnlichen Situation meistens die Orientierung und stehen unter Schock. „Nichts wie raus aus dem Auto“ ist der erste Gedanke der Insassen. Diese völlig unüberlegte Denkweise verhindert ein planmäßiges und sinnvolles Vorgehen. Eine unheilvolle Spirale nimmt ihren Lauf. Dieses beginnt mit dem vermeintlich erlösenden Griff zum Gurtschloss und endet mit dem ungesicherten Aussteigen, verbunden mit dem Betreten der von anderen Verkehrsteilnehmern  frequentierten Fahrbahn.

Sollte der Insasse bei einem auf dem Dach liegenden Fahrzeug sich nicht vor dem Lösen des Sicherheitsgurtes einen sicheren Halt suchen, drohen gefährliche Verletzungen im Bereich der Halswirbelsäule oder den Kniegelenken. Außerdem sind Verletzungen durch Glasscherben im Dachhimmel wahrscheinlich. Im Fahrzeug herrscht durch den Orientierungsverlust der Insassen Panik. Je mehr Insassen sich im Fahrzeug befinden, umso größer wird die Problematik der Selbstrettung. Im Ernstfall kann es zu gegenseitigen, ungewollten Verletzungen kommen.

Weiterhin kann mit dem Simulator die Rettung verletzter Insassen von außen trainiert werden. Da diese Rettungsmaßnahmen überwiegend von den Hebelgesetzen und der richtigen Technik bestimmt werden, können auch Personen die über wenig Körperkraft verfügen, eine Personenrettung durchführen. Jeder kann in die Lage kommen, Insassen aus einem Fahrzeug retten zu müssen. Nur wer auf diese Situation vorbereitet ist, schadet weder sich selbst noch anderen. In solchen Notsituationen sind die richtigen Reaktionen lebensrettend und sollten deshalb trainiert werden.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, scheuen Sie sich nicht sich mit uns telefonisch oder per e-mail in Verbindung zu setzen.

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