Aktuelles

15. April 2016

„Tippen tötet“ Verkehrssicherheits-Kampagne der Verkehrswacht Emden

„Tippen tötet“ Verkehrssicherheits-Kampagne der Verkehrswacht Emden in Kooperation mit der Polizei Emden,der Stadtverwaltung Emden und dem Kommunalen Präventionsrat.

Autofahren und dabei zwischendurch immer wieder auf das Handy schauen, vielleicht nicht telefonieren, aber Tippen, das geht schon...

Diese Einstellung haben immer mehr Autofahrerinnen und Autofahrer und bringen damit sich und andere in Lebensgefahr. In mehreren durchgeführten Umfragen von Medien und Versicherern gaben bis zu 50 Prozent der am Straßenverkehr Teilnehmenden zu, während der Fahrt auch gelegentlich das Handy zu nutzen, 20 Prozent sollen dabei sogar tippen.

 

Zitat (Diedrich Draeger, 1. Vors. Verkehrswacht Emden):

„Wer bei einem Tempo von 50 km/h fünf Sekunden lang auf das Handy schaut, legt in dieser Zeit 70 Meter zurück. Mit so einem „Blindflug“ gefährdet man sich und Andere.“

 

Dieses Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung wird übrigens mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Wer beim Tippen mehrfach erwischt wird, dem droht sogar ein Fahrverbot. Bei einem Unfall kann zudem – verschuldet oder unverschuldet – auch grobe Fahrlässigkeit angenommen werden, mit entsprechenden Kürzungen beim Schadenausgleich.

 

„Ich war durch mein klingelndes Handy kurz abgelenkt“ oder „Ich wollte nur kurz mein Smartphone aus der Hosentasche ziehen“ sind Aussagen, die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte nach schweren Verkehrsunfällen von Beteiligten schon gehört haben. Auch die Tatsache, dass ein Smartphone einer oder eines tödlich Verunglückten noch aktuell in Facebook angemeldet und kürzlich bedient worden war, ist mittlerweile nicht mehr unvorstellbar.

 

Appell (Holger Gärtner, Polizei Emden):

„Nehmen Sie sich die Zeit und halten Sie kurz an, wenn die Neugier zu groß ist – so verhalten Sie sich regelkonform und können vor allem sich und anderen viel Leid ersparen.“

 

 

Zurück zur Übersicht

Verkehrswachten

Verkehrswachten
Verkehrswachten