Autokindersitze im Verleih

Zum Fest sollen die Enkel sicher sitzen – Verkehrswacht macht speziell Großeltern auf ihr Angebot aufmerksam

Von Karsten Mentasti

Großvater Hans Goydke freut sich mit seiner Frau schon lange auf den Besuch der Tochter zu Weihnachten – und auf die dreijährige Enkelin. Weil der Besuch mit der Bahn kommt, holt der Opa ihn mit dem Auto ab und leiht sich für solche Anlässe einen Kindersitz aus.

"Das klappt bei der Verkehrswacht stets tadellos", lobt er – man kennt ihn dort schon als Stammkunden. Und Heidrun Möbius, Vorsitzende der Verkehrswacht, nutzt die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen: "Wir haben etwa 130 Babyschalen und Kindersitze für alle Altersklassen zwischen 0 und 12 Jahren zum Ausleihen."

Bis zu vier Wochen Ausleihdauer

Wer zum Christfest oder zwischen den Jahren Besuch von einem Kind in diesem Alter bekommt, "sollte vorher zu uns kommen und sich einen Sitz ausleihen", rät Möbius. "Auch bei kurzen Fahrten vom Bahnhof nach Hause kann ein Unfall passieren, der ohne geeignete Sicherung für die Kinder schwerwiegende Folgen haben kann. Das sollte niemand riskieren."

Die Ausleihe ist viel günstiger, als manch einer vielleicht denkt. "Wir verleihen die Kindersitze normalerweise für bis zu vier Wochen und nehmen dafür zehn Euro", erklärt Martina Willerst aus der Geschäftsstelle der Verkehrswacht in der Bindestraße. Wenn ein Sitz frei ist, sind Ausleihen sogar kurzfristig möglich.

Die Mitarbeiter aus der Verkehrswacht helfen sogar dabei, den Sitz im Auto zu befestigen. Wer nicht Bescheid weiß, sollte sich zeigen lassen, wo der Gurt durchgeführt wird, wenn das Kind im Sitz Platz genommen hat. "Wir hatten einmal den Fall, dass ein Sitz so falsch befestigt wurde, dass wir schließlich die Gurte durchschneiden mussten", erinnert sich die Vorsitzende.

Wichtig sei, dass die Kindersitze Nackenstützen und sogenannte Ohren haben, um Kinderköpfe im Falle eines Unfalls vor den Seitenairbags zu schützen. "Deshalb sollten auch die erwachsenen Mitfahrer ihren Nacken durch Hörnchen schützen, wenn sie auf längeren Fahrten dösen wollen", erläutert Möbius.

Im Bahnhof sind Anfragen am Info-Point möglich

Übrigens sollten Kinder auf längeren Strecken, wenn auch schnell gefahren wird, nicht in dicken Daunenjacken im Kindersitz Platz nehmen. "Der Gurt sitzt dann einfach nicht eng genug am Körper."

Die Verkehrswacht Braunschweig weist darauf hin, dass auch am Bahnhof bereit stehende Taxen auf Kindersitze der Verkehrswacht zurückgreifen können. "Wenn Sie sich im Bahnhof am Info-Point melden, kann das Bahnhofspersonal auf ein Kontingent zurückgreifen", versichert die Verkehrswacht-Vorsitzende Heidrum Möbius.


Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 15.12.2011

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