Schulweglotsen - Seit Jahrzehnten eine sichere Sache

Schülerlotsen/Elternlotsen

Seit 1953 sind die Schulweglotsen in ihrer klassischen Uniformen auf deutschen Straßen unterwegs, um die Schüler auf ihrem Weg zur Schule bei dem Überqueren von vielbefahrenen Straßen abzusichern, gegründet vom damaligen Bundesverkehrsminister Dr.-Ing. Christoph Seebohm.

Jeweils nach den Sommerferien machen sich zehntausende neuer Erstklässler und ältere Zweit-, Dritt- und Viertklässler auf den Weg in die Schulen. Dabei müssen sie mehr oder weniger viele kleine und große Strassen überqueren. Das kann einige Gefahren in sich bergen. "Aber es gibt doch Ampeln und Zebrastreifen, da kann doch nichts passieren", werden jetzt einige sagen. Weit gefehlt. Eine Untersuchung in Bayern ergab, dass an von Lotsen und Ampeln gesicherten Überwegen kein einziger tödlicher Unfall mehr seit der Sicherung geschah. Hingegen kamen in sechzehn Jahren achtzehn Kinder auf Überwegen ums Leben, die nicht zusätzlich durch einen Lotsen gesichert waren. Deshalb hat die Landesverkehrswacht mit der Unterstützung von Niedersachsens damaligem Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel - selber ehemaliger Schulweglotse - die Lotsenarbeit seit dem Jahr 2002 in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten gestellt.

Heute gibt es bundesweit mehr als 55.000 Lotsen, die jeden Tag die Schulwege der kleinen Schüler schützen. Doch sind es nicht nur noch Schüler höherer Jahrgänge, die dieses Ehrenamt ausüben. Mittlerweile helfen Menschen aller Altersgruppen mit, die Sicherheit der Kleinen auf unseren Straßen zu schützen. Auch die Dienste wurden im Laufe der Jahre ausgeweitet. So gibt es heute z.B. "Buslotsen", sie das sichere Ein- und Aussteigen der Kinder in und aus Schulbussen garantieren oder "Busbegleitdienste", die während der Fahrt darauf achten, dass alle sich setzen oder festhalten, damit bei einem eventuellen Unfall möglichst wenig passiert. Auf die Arbeit von rund 2100 Schülern und 1850 Erwachsenen, die in Niedersachsen als Lotsen tätig sind, können die hiesigen Schulen in Niedersachsen nicht mehr verzichten.

Was zeichnet einen Schulweglotsen aus?


Lotsen verrichten bei Wind und Wetter ihren Dienst. Egal ob es bei Eiseskälte schneit oder die Sonne gnadenlos brennt, die Lotsen tragen Sorge dafür, dass die Schulkinder sicher zur Schule gelangen und mit der gleichen Sicherheit auch wieder zu Hause ankommen.

Wie wird man Lotse?

  • Mindestalter 13 Jahre
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • morgens früh austehen können
  • Teilnahme an der Ausbildung
  • Tragen einer Uniform (Kappe, Umhang und Kelle in orange)


Die Ausbildung umfasst 10 - 20 Stunden theoretischen Unterrichtes und einige Stunden Übungen in der Praxis.
Als Ausbildungsleiter agieren Polizisten in Verbindung mit Lehrern und den Verkehrswachten. In der Abschlussprüfung muss der Lotse sein Können unter Beweis stellen. Ausbildung und Ausrüstung sind Dank des Verband der Automobilindustrie (VDA) für Verkehrswacht und Lotsen kostenlos. Außerdem finanziert der VDA die Landeswettbewerbe und den Bundeswettbewerb, bei dem Deutschlands bester Lotse ermittelt wird. Wenn Sie an ihrer Schule einen Lotsen- oder Elternlotsendienst einrichten möchten, dann nehmen sie Kontakt mit Ihrer örtlichen Verkehrswacht auf.

Nach der Ausbildung kommt es zu regelmäßigen Überprüfungen von neuen Lotsen durch die Polizei. Dadurch wird gewährleistet, dass die Lotsen ihr Ehrenamt mit Sicherheit ausführen, um den Schülern Sicherheit zu geben.

AnsprechpartnerIn

Roswitha Bothe
Telefon: 0511 35 77 26 85
roswitha.bothe@landesverkehrswacht.de

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