Fahren in einer Gruppe

Eine Fahrradtour mit einer Gruppe macht am meisten Spaß. Doch sollten Sie beim Fahren mit mehreren Personen einiges beachten.

Am Anfang eines Ausfluges steht die Streckenplanung. Dabei sollten Sie sich und die anderen Mitfahrer körperlich nicht überschätzen. Besteht die Gruppe aus Anfängern bzw. Gelegenheitsfahrern, reicht oft schon eine Tour mit einer Länge von 10 bis 15 Kilometern vollkommen aus. Auch mögliche Anstiege im Verlauf der Tour sollten berücksichtigt werden.

Planen Sie niemals im Voraus ein Stundenmittel, wie es bei vielen ausgearbeiteten Touren häufig der Fall ist, denn warum sollten Sie sich und Ihre Gruppe schon vor Beginn der Tour unter Druck setzen. Ein solches geplantes Stundenmittel macht nur bei gut trainierten Gruppen Sinn, die das Radfahren als Sport betrachten.

Wichtiger als das Ziel der Tour sind auch immer kleine Pausen. Diese kann man vielfältig nutzen, z.B. zum Picknick, zum Erholen oder zum Fotografieren von Sehenswürdigkeiten, der Gruppe oder interessanten Landschaften.

Diese Pausen sollten Sie schon vor Beginn der Tour planen und mit den anderen Gruppenmitgliedern absprechen, damit jeder die Gelegenheit hat, die Orte für die Pausen mit auszusuchen.

Ähnlich dem Wandern oder dem Bergsteigen gilt beim Radfahren in der Gruppe immer die Regel, dass der konditionell schwächste Fahrer das Tempo der Gruppe bestimmt. Eine zweite Variante bei zu großen Leistungsunterschieden innerhalb der Gruppe wäre z.B., dass man sich nach einem vorher festgelegten Teilabschnitt wieder als Gruppe bei einer gemeinsamen Pause zusammenfindet. Wichtig hierbei ist, dass auch die zuletzt angekommenen Radfahrer ebenso viel Zeit zur Erholung und Erfrischung bekommen, wie die zuerst angekommenen.

Vermeiden Sie längere Streckenabschnitte, die an Landstraßen ohne eigenen Radweg oder viel befahrenen Hauptsraßen entlang führen. Erstens sind solche Streckenabschnitte immer gefährlicher, da sie von der gesamten Gruppe eine erhöhte Aufmerksamkeit forderen.
Zweitens müssen Sie sich und die gesamte Gruppe dazu anhalten im "Gänsemarsch" zu fahren, also immer ein Radfahrer nach dem anderen. Sind Sie eine Gruppe von mehr als 15 Personen, gelten für Sie die Regeln des "geschlossenen Verbandes". In diesem Fall dürfen, wenn sich alle Mitglieder der Gruppe in unmittelbarer Nähe bewegen, immer zwei Radfahrer nebeneinander fahren.
Trotz allem lässt das Fahren an viel befahrenden Straßen natürlich den kommunikativen Aspekt einer Gruppenfahrt in den Hintergrund treten und an erster Stelle einer Radtour sollte doch immer das gemeinsame Erleben und Spaßhaben stehen. Suchen Sie sich also lieber weniger befahrende Strecken aus, wie z.B. Feld- und Waldwege.

Alle Gruppenmitglieder sollten, egal wie schnell gefahren wird, immer für genug Getränke und Essen sorgen. Gerade beim Fahren in der prallen Sonne merkt man nicht so schnell, dass man auch bei niedrigem Tempo an Flüssigkeit verliert und schneller Hunger bekommt.

Oberstes Gebot beim Fahren in der Gruppe und natürlich auch, wenn Sie alleine mit dem Rad unterwegs sind: Nie oben ohne! Immer mit Fahrradhelm fahren!

Verkehrswachten

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