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"Aufgepasst - der tote Winkel" auf der IAA

Landesverkehrswacht Niedersachsen am 24. und 25. September auf der IAA in Hannover mit Demonstrationen zum „Toten Winkel“

„Aufgepasst - der tote Winkel“ heißt die Aktion für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, die von der Landesverkehrswacht Niedersachsen in Kooperation mit WABCO weiter geführt wird. Schwerwiegende Unfälle im Zusammenhang mit dem toten Winkel sind der Grund für diese Initiative.

„Kinder wissen oft überhaupt nicht, dass es einen toten Winkel im Sichtfeld eines Lkw- oder auch Busfahrers gibt“, so Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. „Aus diesem Grund ist die gemeinsame Aktion mit WABCO während der IAA eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Kindern direkt zu zeigen, worauf sie im Straßenverkehr achten müssen und wie sie sich am besten verhalten können.“

Bilder der Toter Winkel-Schulungen auf der IAA

Richtiges Verhalten

Grundsätzlich gilt: besonders aufmerksam an Kreuzungen und Einmündungen sein, wenn ein Fahrzeug rechts abbiegen möchte, das sich auf gleicher Höhe befindet.
So schnell wie möglich: raus aus der Gefahrenzone des toten Winkels und rein in das Sichtfeld des Fahrzeugführers.

So vermeidet man den toten Winkel und damit gefährliche Situationen:

  • Sich nie neben einem stehenden Lastwagen oder Bus aufhalten.
  • An Kreuzungen immer sich möglichst weit vor einem Lastkraftwagen oder Bus in den Sichtbereich des Fahrers stellen oder mit Abstand hinter dem Fahrzeug warten.
  • Nur nach vorne fahren, wenn man den Fahrzeugführer auch sieht und gleichzeitig selbst gesehen wird.
  • Falls kein Blickkontakt zum Fahrzeugführer möglich ist, befindet man sich im toten Winkel. Es gilt den Gefahrenbereich rasch zu verlassen.
  • Warten bis der Lastwagen oder Bus abgebogen ist und lieber auf die Vorfahrt verzichten.
  • Bei einem Lastkraftwagen befinden sich die Blinker vorne und hinten. Deswegen ist es nicht ratsam, sich neben das Fahrzeug zu stellen, da dort nicht erkennbar ist, ob er abbiegen möchte.

Um sicher anzukommen, gilt immer:
Lieber auf die Vorfahrt verzichten und immer bremsbereit bleiben!

Tipps für Fahrzeugführer von Lastkraftwagen und Bussen:Zusatzspiegel und Kameras erleichtern gerade LKW-Fahrern den Überblick an Kreuzungen und Einmündungen. Auch Verkehrsspiegel und Ampelspiegel an Kreuzungen verbessern die Sicht des Fahrers. Neben all der Technik gelten für Fahrer von Lastkraftwagen und Bussen folgende Regeln:

  • Bei Rot nicht direkt bis an die Haltelinie fahren, sondern ein paar Meter davor, um die daneben wartenden einsehen zu können.
  • Beim Abbiegen oder Spurwechseln immer den Blinker nutzen.
  • Den Rückspiegel optimal einstellen, vor jeder Fahrt überprüfen und bei Bedarf neu einstellen.
  • Mit einem zweiten oder dritten Blick absichern, dass sich niemand im toten Winkel befindet. Bei absoluter Unsicherheit kurz hupen und damit warnen.
  • Bereits beim Heranfahren an die Kreuzung die Situation auf dem Verkehrsraum daneben beobachten und den rechten Fahrbahnrand im Auge behalten.
  • Beim Abbiegen und Spurwechsel den Schulterblick nicht vergessen.

Grundsätzlich gilt immer:
Langsam abbiegen und stets bremsbereit sein!

„Die Unfälle, die sich wegen des toten Winkels ereignen, zählen zu den schwersten im Straßenverkehr, da die meist schwächeren Opfer – wie Fußgänger, Fahrradfahrer oder Inlineskater – kaum eine Chance haben. Oftmals sind sich diese Verkehrsteilnehmer – vorwiegend Kinder - der Gefahr nicht bewusst, die ihnen droht, wenn neben ihnen stehende Fahrzeuge nach rechts einbiegen wollen. Wenn Sie sich im toten Winkel befinden, nimmt der Fahrer Sie nicht wahr“, so Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen.
"Für die Verkehrswachten ist das Thema ‚toter Winkel’ ein Dauerthema, das nie an Aktualität und Wichtigkeit verliert. Insbesondere für Fahrradfahrer entstehen gefährliche Situationen, wenn sie zum Beispiel an einer roten Ampel neben einem LKW fahren. Unser oberstes Ziel ist es, dass Kinder unfallfrei durch den Verkehr kommen. Dafür kann man nie genug tun. Deshalb danken wir dem Unternehmen WABCO für die Unterstützung der Aktion“, sagte Bartling.

Viele Verkehrswachten führen Aktionen zum toten Winkel durch

Schulen und Kindergärten, die eine Demonstration wünschen, wenden sich bitte an ihre Verkehrswacht vor Ort. Auf dem Schulhof wird den Kindern mit Hilfe eines LKW oder Busses das "Phänomen" des "toten Winkels" und die damit verbundenen Gefahren demonstriert. Die Schüler haben bei dieser Aktion die Möglichkeit, sich vom Fahrersitz des Fahrzeugs aus selbst von der Existenz und der Größe des "toten Winkels" zu überzeugen und zu erleben, wie einzelne Personen oder ganze Gruppen im "Toten-Winkel-Bereich" praktisch "verschwinden".

 

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