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Neue Informationsplattform rund um das Thema Verkehrssicherheit
Landesverkehrswacht Niedersachen stellt ein unabhängiges Wissenschaftsforum „movimo – Fahren lernen“ ins Netz.
Das überdurchschnittlich hohe Unfallrisiko von Fahranfängern ist ein nach wie vor ein ungelöstes Problem. So konnten weder die vor Jahren ausgeweitete konventionelle Fahrausbildung – selbst in ihren modernen, pädagogisch weiterentwickelten Formen – noch die 1986 gesetzlich verankerte Fahrerlaubnis auf Probe den unverändert großen Abstand zwischen dem Risiko von Fahranfängern und dem "normalen" Risiko erfahrener Fahrer verringern.
Das unabhängige Wissenschaftsforum „movimo – Fahren lernen“ ist nun die erste Informations- und Kommunikationsplattform rund um das Thema Verkehrssicherheit von Fahranfängern.
Das Ziel der Internetplattform movimo ist vor allem die gleichberechtigte Diskussion wissenschaftlicher Erkenntnisse. Neutrale Darstellung aller fundierter Forschung rund um das Thema „Fahren lernen“ ist unser Ziel.
Fachexperten, Verkehrspolitiker, Fahranfänger und die allgemeine Öffentlichkeit können sich hier über die Wirksamkeit bestehender und geplanter Maßnahmen informieren und Meinungen austauschen.
Information und Diskussion sollen sich an empirischen Forschungsergebnissen orientieren, die Inhalte des Forums sind entsprechend ausgewählt.
In der Übersicht werden die wissenschaftlichen Beiträge kurz angerissen. Der neugierige Besucher kann auch bereits sehen, wo der Beitrag publiziert wurde und wie oft er schon kommentiert wurde.
Auf der Einzelansicht eines Beitrags steht die Kurzzusammenfassung im Mittelpunkt. Die Besucher können den Beitrag drucken und weiterempfehlen. Vor allem können sie ihn aber auch in seinem vollständigen Umfang als Langfassung herunterladen.
Direkt unter den Informationen über die Autoren des Beitrags verfassen Interessierte ihre Meinungen und Kommentare.
Eines der Themen dieser Internetplattform ist das „Begleitete Fahren ab 17“. Das Begleitete Fahren hatte in unterschiedlich ausgestalteten Fahrerlaubnissystemen außerhalb Deutschlands bereits sein großes Potential zur Unfallreduktion unter Beweis gestellt, weil es den wichtigen längerfristigen Aufbau von Fahrerfahrung und damit von Fahrkompetenz ermöglicht. Auf dem Hintergrund der positiven ausländischen Ergebnisse wuchs auch in Deutschland das Interesse an diesem Ansatz, die intensiv geführte Diskussion mündete in dem Modell des "Begleiteten Fahrens ab 17" und seiner Einführung als Modellversuch in schließlich allen Bundesländern zwischen April 2004 und Januar 2008. Hervorzuheben ist, dass das Land Niedersachsen diesen Modellversuch begonnen hatte, bevor die anderen Bundesländer folgten.
In einer Studie der Universität Gießen für das Modellprojekt in Niedersachsen wurden Zahlen vorgelegt, die einen deutlichen Rückgang der Unfälle bewiesen. Ebenso bewiesen ist die Tatsache, dass ein Fahranfänger innerhalb der ersten neun Monate sein Unfallrisiko nahezu halbiert, erst recht, wenn er in einem "geschützten Bereich" unter Anleitung / Hilfestellung eines Begleiters in schwierigen Verkehrssituationen lernt. Das hat dazu geführt, dass die verschuldeten Unfälle Jugendlicher um ca. 29% gesenkt werden konnten. Dieser Sicherheitsgewinn (auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer) spricht eine deutliche Sprache.
Der große Erfolg dieses Modellversuchs zeigt, dass Deutschland wissenschaftliche Forschung frei von wirtschaftlichen Interessen braucht. Es zeigt auch, dass es eine Plattform geben muss, um diese Erkenntnisse öffentlich zu diskutieren.
Hier können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen: movimo.de Trailer
Die Internetplattform finden Sie unter: www.movimo.de
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