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Nutzfahrzeug-Sicherheit neuester Stand - live erlebt

Die Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. und der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e.V. veranstalteten erstmals auf der Erich-Reinecke-Teststrecke von WABCO, einem der führenden Technologielieferanten für die weltweite Nutzfahrzeugindustrie, einen Verkehrssicherheitstag für Spediteure und Fuhrunternehmer. Schwerpunk war die Vorführung moderner Fahrerassistenzsysteme (FAS) für Nutzfahrzeuge sowie die Möglichkeit für die Teilnehmer, die verkehrssicherheitsrelevanten Wirkungen selbst erleben zu können. Unternehmer und Fahrer sollten für eine schnelle Nutzung derartiger Systeme in ihren Nutzfahrzeugen schon vor der gesetzlichen Verpflichtung sensibilisiert werden. Neben Vorträgen und Demonstrationen von WABCO Fachleuten zu Entwicklung und Wirkung der unterschiedlichsten Fahrerassistenzsysteme, erlebten die Teilnehmer ein spektakuläres Vorführprogramm, unterstützt mit Fahrzeugen der Hersteller Mercedes-Benz, MAN, lveco Magirus, DAF, Krone, Kögel und Schmitz Cargobull. Die Fahrsequenzen zeigten eindeutig die Unterschiede im Fahrverhalten von Lastkraftwagen und Anhängern ohne und mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen auf. Während der Vorführungen konnten die Teilnehmer bei Mitfahrten die Wirkungsweise direkt erleben. Abgerundet wurde das Programm durch Themeninseln und Standvorführungen zu Reifendrucküberwachung, Rückraumüberwachung, Telematik bei Anhängerfahrzeugen, Ladungssicherung, Aus- und Weiterbildung von Berufskraftfahrern. Und in einer Schlussrunde berichtete Dr. Ruff von der BG-Verkehr über die neu vorliegenden Ergebnisse aus dem seit 2008 laufenden, von BG-Verkehr, Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. und Kravag gesponserten Feldversuch mit Fahrerassistenzsystemen. Danach wurde gegenüber einer Vergleichsflotte ohne FAS das Unfallrisiko um über 30 Prozent reduziert.

Zum Hintergrund:
In den kommenden Jahren werden im Rahmen der EU-Richtlinie 661/2009 EC eine Reihe von FAS in neu zugelassenen Nutzfahrzeugen gesetzlich verpflichtend. Dazu zählen vor allem Fahrstabilitätssysteme (ESP), Spurverlassenswarner und Notbremsassistenzsysteme.

Das Engagement der Landesverkehrswacht:
Diese elektronischen Assistenzsysteme, die in Pkw zum Teil schon weit verbreitet sind, dienen der Unfallreduzierung und werden die Anzahl der Unfälle mit Nutzfahrzeugen nach Einschätzung der Landesverkehrswacht zum Teil drastisch reduzieren: „Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ein erhebliches Unfallvermeidungspotenzial der hier gezeigten Fahrerassistenzsysteme auf. Die Sicherheit von Nutzfahrzeugen und damit die Sicherheit im Straßenverkehr insgesamt werden damit deutlich verbessert", sagte Dr. Erwin Petersen, Vorstandsmitglied der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. „Wir wollten bei dieser Veranstaltung die Unternehmer Über die Wirkung hautnah informieren, um die Nutzung dieser Systeme in Nutzfahrzeugen schon vor der gesetzlichen Verpflichtung auf freiwilliger Basis zu forcieren", ergänzte Dr. Wolfgang Schultze, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V.

Der GVN dazu:
„Viele Unternehmen sind von dem Nutzen der Fahrerassistenzsysteme bereits überzeugt und haben ihre Neufahrzeuge entsprechend mit den am Markt vorhandenen Systemen ausgerüstet", sagte Adalbert Wandt, Präsident des Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. Die wichtigste Aufgabe der Unternehmer sieht Wandt darin, die Akzeptanz für diese Systeme bei den Fahrern zu verbessern. Deswegen sei die Idee der Landesverkehrswacht, Unternehmer die Auswirkungen der Systeme auf die Fahreigenschaften der Fahrzeuge live erleben zu lassen, auf gute Resonanz bei den Unternehmern gestoßen.

WABCO:
Dr. Christian Wiehen, Chief Technology Officer bei WABCO: „Wir haben die Landesverkehrswacht bei der Ausrichtung des Verkehrssicherheitstages unterstützt, weil wir bei den fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen wie Fahrstabilitätsregelsystem, Notbremsassistenzsystem und Spuwerlassenswarner das größte Unfallvermeidungspotenzial sehen. Diese Systeme haben trotz teilweise langjähriger Verfügbarkeit noch nicht die angestrebte Präsenz im Markt."

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