Aufgepasst – der tote Winkel! "Aufgepasst – der tote Winkel!" heißt eine neue Aktion für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, die heute von der Landesverkehrswacht Niedersachsen und der Deutschen BKK in Kooperation mit dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) in Hannover gestartet wurde. Schirmherr des Projekts ist Niedersachsens Verkehrsminister Walter Hirche. Mit der Aktion wollen die Initiatoren in Schulen und Kindergärten auf die Gefahren des so genannten "toten Winkels" aufmerksam machen und zugleich über richtiges Verhalten im Straßenverkehr aufklären."Ich begrüße die Gemeinschaftsaktion außerordentlich", sagte Verkehrsminister Hirche. "Angesichts der durch den toten Winkel immer wieder hervorgerufenen Unfälle, von denen besonders Kinder und Jugendliche betroffen sind, ist es sehr wichtig, auf die Gefahren hinzuweisen. Gleichzeitig müssen aber auch bei den Fahrzeugen die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Ich bin deshalb froh, dass sich das Transportgewerbe bereit erklärt hat, ältere LKW mit modernen Weitwinkel-Spiegeln nachzurüsten", betonte der Minister.Die Unfälle, die sich aufgrund des "toten Winkels" ereignen, zählen zu den schwersten im Straßenverkehr, da die Opfer – Fußgänger, Radfahrer oder Inline-Skater – kaum eine Chance haben. Laut Deutscher Verkehrswacht verunglückt alle 15 Minuten ein Kind. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder" ergab eine Befragung unter 1.200 Schulkindern, dass jedes vierte Kind in den Klassen fünf bis zehn schon einmal einen Verkehrsunfall erlitten hat."Für die Verkehrswachten ist das Thema ‚toter Winkel’ ein Dauerthema, das nie an Aktualität und Wichtigkeit verliert. Insbesondere für Fahrradfahrer entstehen gefährliche Situationen, wenn sie zum Beispiel an einer roten Ampel neben einem LKW fahren. Die Fahrradfahrer sind sich oftmals der Gefahr nicht bewusst, die ihnen droht, wenn der LKW rechts abbiegt. Wenn sie sich im ‚toten Winkel’ befinden, nimmt der Fahrer sie nicht wahr", erklärte Dr. Wolfgang Schultze, Vorstandsvorsitzender der Landesverkehrswacht Niedersachsen. "Unser oberstes Ziel ist es, dass Kinder unfallfrei durch den Verkehr kommen. Dafür kann man nie genug tun. Deshalb danken wir der Deutschen BKK, die für die Aktion Planen und Informationsflyer zur Verfügung gestellt hat, und dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen, der die Fahrzeuge bereitstellt. Auf diese Weise können wir den Verkehrswachten ein hervorragendes Instrument für ihre Arbeit in Schulen und Kindergärten vor Ort anbieten", sagte Schultze."Gut informierte Kinder bewegen sich sicher auf unseren Straßen, Unfälle können vermieden werden. Deshalb unterstützen wir diese Aufklärungskampagne", so Lydia Krüger, Pressesprecherin der Deutschen BKK."Selbst modernste Technik allein kann keine Unfälle verhindern. Viel wichtiger ist der Mensch. Die Kraftfahrer müssen sich immer wieder mit den besonderen Gefahrensituationen und richtigen Reaktionen auseinandersetzen. Und die anderen Verkehrsteilnehmer müssen bereits von jüngster Kindheit an mit den besonderen Gefahrensituationen vertraut gemacht werden", unterstrich der Vizepräsident des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen, Mathias Krage. Deshalb möchte der GVN gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen und der Landesverkehrswacht in die Kindergärten und Schulen gehen, damit die Kinder dort am praktischen Beispiel die Gefahrensituationen kennen lernen können. "Wer einmal in einem LKW hinter dem Lenkrad gesessen hat und plötzlich seine Schulfreunde im Toten Winkel verschwinden sieht, wird dieses nie vergessen", betonte Krage.So funktioniert die Aktion: Schulen und Kindergärten, die eine Demonstration wünschen, erhalten "Besuch" von ihrer örtlichen Verkehrswacht und einem Mitgliedsunternehmen des GVN. Auf dem Schulhof wird den Kindern mit Hilfe eines LKW oder Busses das "Phänomen" des "toten Winkels" und die damit verbundenen Gefahren demonstriert. Die Schüler haben bei dieser Aktion die Möglichkeit, sich vom Fahrersitz des Fahrzeugs aus selbst von der Existenz und der Größe des "toten Winkels" zu überzeugen und zu erleben, wie einzelne Personen oder ganze Gruppen im "Toten-Winkel-Bereich" praktisch "verschwinden". Hier können Sie sich ein Statement des GVN auf Ihren Computer laden. Hier können Sie sich ein Statement der BKK auf Ihren Computer laden.