Plakataktion an der B3

Die "Todesstrecke" der Bundesstraße 3 südlich von Hannover zwischen Pattensen und Nordstemmen, jahrelang eine der gefährlichsten und unfallträchtigsten Straßen Niedersachsens, hat offensichtlich ihre Schrecken verloren. Die Raser sind, wie es scheint, zur Vernunft gekommen. Die im Oktober 1999 von der Landesverkehrswacht Niedersachsen (LVW) gestartete Großaktion "Runter mit den Unfallzahlen auf der B 3" hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Maßnahmen haben zu einem Umdenken in den Köpfen der Verkehrsteilnehmer geführt.

Die Folge: Statt insgesamt zweiundzwanzig Verkehrsunfälle mit drei Todesopfern und acht Schwerverletzten im Jahre 1999 gab es 2001 nur noch fünf schwere Verkehrsunfälle mit Personenschaden und einem Schwerverletzten. Diese erfreuliche Bilanz präsentierte die Landesverkehrswacht gemeinsam mit der zuständigen Polizei sowie den Vertretern der Ministerien und Behörden zum Ende der Sommerferien 2002 in Niedersachsen bei der Fortsetzung der Großaktion. Mit neuen Ideen soll der Gewöhnungseffekt ausgeschlossen und die frühere "Todesstrecke" auf Dauer sicher gemacht werden. Die bisherigen Schilder, die eher eine abschreckende Wirkung hatten, wurden "entschärft" und durch neue Schilder mit pfiffigen Bildern und positiven Texten ersetzt:

16:30 Feierabend – 17:15 zu Haus Warten – 17:23 Ankommen – Vernunft überlebt !

Die schrecklichen Verkehrsunfälle auf der B 3 südlich von Hannover, besonders auf dem fünf Kilometer langen Teilstück von der Ortsumgehung südlich Pattensen bis Thiedenwiese, waren vor drei Jahren Anlass für die Landesverkehrswacht, im Rahmen ihrer landesweiten Verkehrssicherheitskampagne "Runter mit den Unfallzahlen - minus 10 %" hier ein "Zeichen" zu setzen. Die Hauptunfallursachen waren überhöhte Geschwindigkeit und riskante Überholmanöver - trotz Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h und Überholverbot.Im Rahmen der Großaktion wurde ein halbes Dutzend verschiedene, eindringlich wirkende Großplakate aufgestellt.

Eine Schilderserie führte den Autofahrern deutlich vor Augen, was Rasen und Risiko bedeutet: Eile tötet! Faltblätter, die die Verkehrsteilnehmer eindringlich auf die Gefährlichkeit der "Todesstrecke" hinwiesen sowie verschärfte Verkehrssicherheitskontrollen waren weitere Maßnahmen. Sie zeigten Wirkung. Es gab einen deutlichen Rückgang der Zahl der schweren Verkehrsunfälle und der Unfallopfer.Der Vorsitzende der Landesverkehrswacht, Dr. Wolfgang Schultze, und Hannovers Regierungspräsidentin Gertraude Kruse eröffneten am 29. Juli 2002 in Thiedenwiese an der Bundesstraße 3 die Großaktion und stellten die neuen Plakate vor.


Hier finden Sie die Plakate der ersten Aktion an der B3

Verkehrswachten

Verkehrswachten
Verkehrswachten