Aktion an der B73 erfolgreich abgeschlossen

Nach der Aktion an der Bundesstraße 216 zwischen Lüneburg und Dannenberg hat eine weitere Aktion im Bereich der Bezirksregierung Lüneburg bewiesen, dass harte Arbeit verbunden mit dem richtigen Konzept gegen den Unfalltod auf den Straßen wirksam sind. Nach dem Ende der einjährigen Aktion "Liebe dein Leben - Fahr vorsichtig" auf der Bundesstraße 73 zwischen Cuxhaven und Hamburg zeigt die Bilanz: Die Aktion war erfolgreich. Die Zahl der Toten auf einer der gefährlichsten Strecken Niedersachsens ging stark zurück. Waren in den fünf Jahren zuvor durchschnittlich 12 Menschen auf der Strecke getötet worden, sank diese Zahle während der Aktion im vergangenen Jahr um die Hälfte auf 6 tötlich verunglückte Menschen.

Gleichzeitig ging auch die Zahl der schweren Unfälle um mehr als ein Drittel zurück. Sie sank von 71 auf 47. Den durchschnittlich 82 Schwerverletzten Menschen pro Jahr standen 2001 mit 55 schwer verletzten Opfern rund 33 Prozent weniger gegenüber.

Die Analyse zeigt, dass vermutlich der Rückgang der schweren Unfälle in einer merklichen Reduzierung der Geschwindigkeit liegt. Bei mehreren so genannten Plattenmessungen zeigte der Vergleich mit Daten vor der Aktion, dass die ergriffenen Konzepte und die Art der Ansprache an die Autofahrer ihre Wirkung zeigten.

Fuhren 85 Prozent der Autofahrer vor der Aktion in Otterndorf nicht schneller als 102 km/h, so lag dieser Wert während der Aktion bei 90 km/h. An anderen Messstellen zeigten sich ähnliche Werte. Bei "Liebe Dein Leben -Fahr vorsichtig" hatten sich - wie zuvor auch bei der B 216-Aktion - auf Mitinitiative der Verkehrswacht alle Beteiligten an einen Tisch gesetzt. Dabei waren neben Verkehrswacht und Polizei auch die Straßenverkehrsbehörden und die Bezirksregierung Lüneburg. Hinzu kamen insgesamt 14 Aktionspartner wie mehrere Tageszeitungen, Hit-Radio Antenne, McDonald's, die Sparkasse Stade-Altes Land, EADS Airbus und auch der ADAC.

Dabei kamen eine Menge guter, in ihrer Abfolge zeitlich gestaffelte Aktionen, zusammen. Es wurden Warntafeln aufgestellt, Autowracks an die stark befahrene Straße gestellt, Spannbänder und Transparente mit dem Slogan aufgehängt, Aufkleber verteilt.
Es gab einen Tag der B73, einen Gottesdienst, für den ein Teil der Straße gesperrt wurde und Kinder demonstrierten in Neukloster mit einer Kette für mehr Sicherheit.

Verkehrswachten

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