Lkw-Aktionstage auf der A 2

Am Donnerstag, den 06. September, eröffnete Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann die Aktionstage an der A 2 auf der Raststätte Auetal Süd.

Mit einem weitreichenden Aktionspaket wollen maßgebliche Akteure die Unfallsituation insbesondere auf der Autobahn A 2 in Niedersachsen verbessern. Neben repressiven Überwachungselementen sollen besonders Lkw-Fahrer auch präventiv über die Gefahren aufgeklärt werden, die durch mangelnden Abstand, Ablenkung und Müdigkeit entstehen.

Im Rahmen dieses Maßnahmenkonzepts zur Verbesserung der Unfallsituation auf der A 2 haben das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport sowie maßgebliche Verbände wie die Landesverkehrswacht Niedersachsen e. V., der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e. V. und der Fahrlehrerverband Niedersachsen e. V. an der Auetal Raststätte den ersten Aktionstag gestartet. Lkw-Fahrer wurden unter anderem anhand von Reaktionstestgeräten und Pupillomaten darüber aufgeklärt, wie sich ihr Reaktions- und Fahrverhalten unter Einfluss von Müdigkeit und Ablenkung verschlechtern.

Verkehrsexperten der Polizei und der Verbände klärten dabei Lkw-Fahrer über Unfall-Risiken auf, denen sie oft ausgesetzt sind bzw. denen sie sich aussetzen. Mehrsprachige Aufkleber mit Hinweisen auf den Mindestabstand zwischen zwei Lkw konnten gleich an den Hecks der Fahrzeuge angebracht werden.

Die Lkw-Fahrer erfuhren aber auch direkt an einem Pupillomaten ihren Müdigkeitszustand, an einem Reaktionstestgerät wurden zudem die eigenen Fähigkeiten unter simulierten Witterungs- und Geschwindigkeitsbedingungen getestet. Zusätzlich musste das Gerät noch mit einem Handy in einer Hand bedient werden, um aufzuzeigen, wie sich durch Ablenkung die Reaktionszeit dramatisch verschlechtern kann.

Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. erklärte dazu: „Ein zu geringer Sicherheitsabstand zum Vordermann gehört auf deutschen Autobahnen zu den häufigsten Unfallursachen bei Unfällen mit Personenschaden. An die Faustregel, mindestens den halben Wert der Fahrgeschwindigkeit als Abstand in Metern zwischen sich und dem vorausfahrenden Fahrzeug zu lassen, also bei 80 km/h mindestens 40 m, hält sich lange nicht jeder. Für Lkw, die auf Autobahnen schneller als 50 km/h fahren, fordert die deutsche StVO einen Abstand von 50 m.

Stattdessen fahren Lkw oft dicht an dicht ohne daran zu denken, was passiert, wenn vor einem plötzlich die Bremslichter aufleuchten. Ein Auffahrunfall ist dann trotz Vollbremsung oft nicht mehr zu vermeiden. Der heutige Straßenverkehr stellt hohe Anforderungen an die Lkw-Fahrer und viele haben es eilig, müssen Termine einhalten. Dennoch sollten sie bedenken, dass man nur mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand in Notsituationen rechtzeitig reagieren und bremsen kann - es könnte die wichtigste Entscheidung ihres Lebens sein!“

Ein weiterer Aktionstag findet am 18. September 2018, auf der Raststätte Zweidorfer Holz Nord (Fahrtrichtung Hannover), zwischen 15 und 18 Uhr, statt.

Bilder vom Auftakt der Lkw-Aktionstage 2018

Bilder der Auftaktveranstaltung von Axel Flaake

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