Neue Sicherheitskampagne im Landkreis Diepholz gestartet

Künftig wird an jeder Stelleim Landkreis, an der sich ein Wildunfall ereignet hat, ein rotes Dreibein stehen. Es soll die Autofahrer auf die Gefahrenan dieser Stelle aufmerksammachen.

Das Thema Wildunfälle beschäftigt seit je her die Polizei, die Jägerschaft und den Landkreis. Registriert die Polizei pro Jahr rund 700 Wildunfälle, spricht die Jägerschaft von weit über 1.000 Tieren, die jedes Jahr durch einen Unfall auf den Straßen des Kreises sterben. Da die bisherigen Schilder mit Hinweisen auf einen Wildwechsel schon viele Jahrzehnte alt sind und von den Autofahrern nicht mehr wahrgenommen werden, starten Polizei, Landkreis, Verkehrswacht und Jägerschaft jetzt die Kampagne „Gemeinsam gegen Wildunfälle“. So werden am Straßenrand Großplakate mit Tiermotiven aufgestellt. Diese fordern die Autofahrer auf langsamer zu fahren. Außerdem werden Plakate und Flyer landkreisweit verteilt, die über das richtige Verhalten bei Wildwechsel informieren.

„Ein Hauptmerkmal der Kampagne sind die neuen roten Dreibeine. Sie werden künftig an jeder Stelle, an der sich Wildunfall ereignet hat, aufgestellt“, erklärt Wolfgang Rehling, Verkehrssicherheitsberater der Diepholzer Polizei. 600 Dreibeine stehen für die Aktion zunächst zur Verfügung. Sie wurden von Schülern des Institutes für angewandte Pädagogik in Syke hergestellt. „Wir wollen die Wildunfälle reduzieren und begrüßen die Aktion. Die hohen Unfallzahlen haben teilweise starke Auswirkungen auf die Tierbestände in bestimmten Revieren“, sagt Dr. Hans-Jürgen Hamann von der Syker Jägerschaft. Die Dreibeine werden künftig nach einem Unfall durch den jeweils zuständigen Jäger aufgestellt und bleiben in der Regel sechs Monate stehen.

„Die bisherigen Gefahrenschilder ,Wildwechsel‘ werden in dennächsten Wochen im gesamten Landkreis abgebaut. Es bleiben lediglich die aktuell in den letzten Jahren aufgestellten besonders auffälligen Gefahrenzeichen stehen“, kündigt Volker Töllner vom Landkreis Diepholz an. „Unsere Mitarbeiter werden, sofern dies möglich ist, das Unterholzan den stark befahrenen Straßennoch weiter auslichten. So kann sich das Wild nicht mehr ungesehenan die Fahrbahn herantasten“, zählt Sonja Stuwe, Leiterin der Straßenmeisterei Bassum eine weitere Maßnahme auf.

Außerdem wurde kürzlich ein Radadisplay angeschafft. Es zeigt nicht nur die gefahrene Geschwindigkeit an, sondern warnt per Leuchtschrift auf vor Wildwechsel. „Das Display werden wir künftig im gesamten Landkreis aufhängen“, kündigt Wolfgang Rehling an.

 

Bild und Text: Thorsten Runge

Verkehrswachten

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