Gemeinsam gegen Wildunfälle!

Jährlich bezahlen viele Autofahrer durch nicht angepasste Geschwindigkeit in Wildwechselzonen mit dem Leben. Trotz zahlreicher Warnschilder und Hinweise der Polizei kommt es in den Gebieten der Landkreise Nienburg, Grafschaft Diepholz und Oldenburg fast täglich zu Unfällen. Offenbar werden die offiziellen Warnschilder von vielen Autofahrern nicht mehr richtig wahrgenommen.  
Daher wurde jetzt die Verkehrssicherheitskampagne: „Gemeinsam gegen Wildunfälle“ in den betroffenen Landkreisen ins Leben gerufen. Faltblätter und Plakate an Tankstellen und in Geschäften sowie Großplakate und Mahnmale am Straßenrand sollen die Autofahrer auf die dortigen Gefahren aufmerksam machen.

Die neue Verkehrssicherheitskampagne ist zusammen mit dem Land Niedersachsen, der ExxonMobil Production Deutschland GmbH, der Landesverkehrswacht Niedersachsen e. V. sowie den örtlichen Verkehrswachten vor Ort, den zuständigen Polizeiinspektionen, der Jägerschaft und den Verkehrsbehörden der Landkreise ins Leben gerufen worden.

Im Rahmen der Großaktion werden in den betroffenen Landkreisen am Straßenrand Großplakate mit Tiermotiven aufgestellt, die die Autofahrer auffordern, langsamer zu fahren. So genannte „Dreibeine“ dokumentieren die bisherigen Unfallstellen. Zum besseren Verständnis weisen Faltblätter und Plakate an Tankstellen und Geschäften die Verkehrsteilnehmer auf die Bedeutung der „Dreibeine“ am Wegesrand hin.

Cornelia Zieseniß, Geschäftsführerin der Landesverkehrswacht Niedersachsen e. V. erklärt: „An jeder Stelle, an der sich ein Wildunfall ereignet hat, wird ein Dreibein aufgestellt. Wir bilden so das aktuelle Unfallgeschehen auf der Straße ab. Die Autofahrer sollen dadurch motiviert werden, ihre Geschwindigkeit zu drosseln.“

Zum Hintergrund:
Schon mehrfach konnte die Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. in den vergangenen sechs Jahrzehnten ihres Bestehens gemeinsam mit ihren Orts-Verkehrswachten sowie zahlreichen Partnern wie die  Verkehrsbehörden der Landkreise und die Polizei in Niedersachsen durch Verkehrssicherheitsinitiativen zur Verbesserung der Unfallzahlen-Bilanz beitragen.
Die Anlagen der ExxonMobil Production Deutschland GmbH EMPG befinden sich in Niedersachsen häufig in ländlichen Bereichen außerhalb von Ortschaften. Um die Betriebs- und Produktionsanlagen zu erreichen, ist es daher oft erforderlich, durch Wald- und Feldbereiche zu fahren. Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden sind die Berufspendler der Wildwechselgefahr ausgesetzt. Für die Personen im Schichtbetrieb und im Bereitschaftsfall kommen häufig noch Fahrten bei Nacht dazu. In der Vergangenheit wurden durch die EMPG unterschiedliche Maßnahmen initiiert, um dieser Gefahr zu begegnen.
Parallel dazu fand eine regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter und Auftragnehmer zum Thema „Wildunfälle“ statt. Durch Einbeziehung der Mitarbeiter wurden so zum Beispiel Wildwechsel- und Unfallschwerpunkte ermittelt und die Unfalldaten ausgewertet. Im Bereich Soltau-Fallingbostel und Rotenburg/Wümme sind bereits erste Maßnahmen umgesetzt worden. Durch die Kontaktaufnahme mit der Landesverkehrswacht Niedersachsen e. V. konnten nun auch in den Landkreisen Nienburg, Grafschaft Diepholz und Oldenburg Maßnahmen flächendeckend initiiert werden.

Norbert Stahlhut, Leiter der Unternehmenskommunikation der EMPG: „Mit der Aktion wollen wir dazu beitragen unsere Mitarbeiter und Arbeitnehmer, unsere Nachbarn im Umfeld unserer Aktivitäten und alle anderen Verkehrsteilnehmer vor Wildunfällen zu schützen. Hiermit setzen wir die langjährige Kooperation mit der Landesverkehrswacht zur Steigerung der Verkehrssicherheit fort.“

Das Verkehrssicherheitsprojekt ist eine Maßnahme im Rahmen des Forums „Innovativ und verkehrssicher in Niedersachsen“. Im Jahr 2011 setzt die Landesregierung einen Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Wildunfällen.

Die Plakate

Bilder der Auftaktveranstaltung in Nienburg

Bilder aus Oldenburg

Bilder aus Nienburg

Verkehrswachten

Verkehrswachten
Verkehrswachten