Bitte Freimachen! Parken Sie nicht auf Geh-und Radwegen

Neue landesweite Präventionskampagne gegen „Illegales Parken auf Geh- und Radwegen“

Der ADFC Niedersachsen und die Landesverkehrswacht Niedersachsen stellten am 22. September 2017 im Rahmen der Landespressekonferenz die zeitgleich startende Aktion „Bitte Freimachen! Parken Sie nicht auf Geh-und Radwegen“ vor. Die Aktion wird vom Ministerium für Inneres und Sport sowie der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) unterstützt.

Die Kernbotschaft der neuen Präventionskampagne: Parken auf Geh- und Radwegen gefährdet andere Verkehrsteilnehmer!

Probleme, die durch das verkehrswidrige Parken auf Geh- und Radwegen entstehen, sind vielfältig und zeigen, dass es grundsätzlich nicht toleriert werden darf: Illegales Parken auf Geh- und Radwegen behindert Fußgänger und Radfahrer und beeinträchtigt die Sichtverhältnisse zur Überquerung der Fahrbahn. Wer kennt das nicht?

Man fährt mit dem Rad oder geht mit den Kindern einkaufen und wird durch auf Geh- und Radwegen parkende Autos ausgebremst. Muss man dann auf die Straße ausweichen, kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Insbesondere für Kinder, für Menschen mit Behinderungen und solche, die mit Gehhilfen oder mit Kinderwagen unterwegs sind, ist es unzumutbar, wegen zugeparkter Gehwege häufig auf die Fahrbahn ausweichen zu müssen.

Vorrangiges Ziel der Landesverkehrswacht Niedersachsen ist die Verkehrsunfallprävention aller Verkehrsteilnehmer; ob nun Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger. Um das Unfallrisiko – insbesondere auch das der „schwachen Verkehrsteilnehmer“ - zu minimieren, kommt in diesem Zusammenhang der Beachtung der Verkehrsregeln eine wichtige Bedeutung zu.

„Es geht um die Sensibilisierung der Autofahrer für dieses wichtige Thema“ erklärte der ADFC-Landesvorsitzende Dieter Schulz. „Der Fahrradklimatest 2016 zeigte eine große Unzufriedenheit der niedersächsischen Radfahrer hinsichtlich falschen Parkens auf Geh- und Radwegen. Daraus ergab sich für den ADFC Niedersachsen Handlungsbedarf.“

Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. ergänzte: „Alle Verkehrsteilnehmer sind grundsätzlich gleichberechtigt. Wer sein Fahrzeug jedoch regelwidrig auf einem Geh- oder Radweg parkt, nimmt für seinen eigenen Vorteil den Nachteil anderer in Kauf. Für Fahrradfahrer oder Fußgänger, die dann ausweichen müssen, steigt das Unfallrisiko erheblich. Sie sind im innerstädtischen Verkehr als so genannte „schwache Verkehrsteilnehmer“ besonders gefährdet. Um Unfallgeschehen zu verringern, muss das Verkehrsklima zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern durch eine Kombination von gegenseitiger Rücksichtnahme, Kommunikation und Verkehrserziehung verbessert werden“.

Im Rahmen der gemeinsamen Kampagne stehen Flyer im Postkartenformat zur Verfügung. Der QR-Code auf den Postkarten leitet auf die Internetseite www.bitte-freimachen.de. Hier sind weitere Informationen zum Thema zu finden.

ADFC-Aktive werden an verschiedenen Aktionstagen Fahrzeugbesitzer freundlich und aufklärend auf das Fehlverhalten aufmerksam machen. Es geht um die Sensibilisierung der Falschparker für das Thema, nicht um einen „Tadel“ oder eine Verwarnung. Die Orts- und Kreisverkehrswachten können die Postkarten dezentral für ihre individuellen Veranstaltungen einsetzen. Auch die Polizei Niedersachsen wird das Projekt im Rahmen ihrer Verkehrssicherheitsarbeit unterstützen und bei Veranstaltungen auf die Thematik unter Zuhilfenahme der Postkarten hinweisen. Zudem werden die Flyer dezentral von einem Teil der Mitgliedskommunen der AGFK eingesetzt.

Die Präventionskampagne gegen „Illegales Parken auf Geh- und Radwegen“ ist ein Baustein zur weiteren Verbesserung der Sicherheit des Radverkehrs – aber auch im Interesse aller Fußgänger und insbesondere der schwächeren Verkehrsteilnehmer - mit besonderem Blick in Richtung der Vermeidung von „Unfällen durch ruhenden Verkehr“.

Bilder der Auftaktpressekonferenz

Verkehrswachten

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